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Nagelsmann nun auf den Spuren von Tuchel

Jüngster Trainer der BL-Geschichte von 1899 Hoffenheim.

Am Wochenende wurde Bundesligageschichte geschrieben: Der erst 28-jährige Julian Nagelsmann gab als jüngster Cheftrainer der Erstligahistorie beim 1:1 seiner TSG 1899 Hoffenheim beim SV Werder Bremen sein Debüt an der Seitenlinie. Für Julian Nagelsmann, der den aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Huub Stevens beerbt hatte, ist es nach bereits rund zehn Jahren Nachwuchsarbeit der erste Cheftrainerposten bei einer Profimannschaft. Bis zuletzt war der gebürtige Landsberger für die U 19 der TSG tätig, gewann 2014 unter anderem die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft.

Der Werdegang des neuen Rekordtrainers, der vor dem Abschluss der Fußball-Lehrer-Ausbildung an der Hennes-Weisweiler-Akademie in Hennef steht, ist außergewöhnlich, aber längst kein Einzelfall mehr. Nagelsmann setzt vielmehr den Trend der vergangenen Jahre fort, in denen bereits eine ganze Reihe hoch qualifizierter Nachwuchstrainer den direkten Sprung in den Profibereich geschafft hatten. Von Thomas Tuchel bis Jürgen Kramny – DFB.de stellt die zum Teil rasanten Aufstiege der einstigen Juniorentrainer vor.

Thomas Tuchel: Vom Nachwuchscoach zum Startrainer

Für Thomas Tuchel (Foto), seit Sommer Cheftrainer beim Bundesligisten Borussia Dortmund, begann die Trainerlaufbahn nicht ganz so früh wie bei Julian Nagelsmann. Mit 26 Jahren übernahm der heute 42 Jahre alte Fußball-Lehrer erstmals eine Jugendmannschaft beim VfB Stuttgart. Nach vier Jahren mit jüngeren Teams wurde Tuchel, der genau wie Nagelsmann während seiner aktiven Zeit nie Profi war, Co-Trainer von Hans-Martin Kleitsch bei der U 19. 2005 folgte der Wechsel in den Nachwuchsbereich des FC Augsburg, in dem sich später die Wege von Tuchel und Nagelsmann kreuzen sollten.

Drei Jahre war Tuchel für den FCA in verschiedenen Funktionen tätig. Er war nicht nur für die U 19 und später für die U 23 als Trainer zuständig, sondern er übernahm auch die Rolle als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Zum damaligen U 23-Kader des FCA gehörte auch Julian Nagelsmann, der jedoch im Januar 2008 im Alter von 20 Jahren aufgrund eines schwerwiegenden Knorpelschadens seine Karriere sehr früh beenden musste. Tuchel trennte sich aber nicht von seinem ehemaligen Schützling, sondern beschäftigte Nagelsmann bis zum Saisonende als Nachwuchsscout.
Tuchel in Mainz: A-Junioren-Meister mit Schürrle

Ab Juli 2008 ging das Duo dann aber doch getrennte Wege. Nagelsmann, der erst vor wenigen Wochen im DFB.de-Interview verriet, dass er zu diesem Zeitpunkt ernsthaft darüber nachgedacht hatte, dem Fußball zunächst einmal fernzubleiben, entschied sich schließlich für ein Engagement als Co-Trainer bei der U 17 des TSV 1860 München. Dort war er zwei Jahre tätig, bevor es ihn in das Nachwuchsleistungszentrum der TSG 1899 Hoffenheim zog. Tuchel nahm dagegen ein Angebot als Trainer der U 19 des FSV Mainz 05 an, mit der er (unter anderem mit dem heutigen Nationalspieler und Weltmeister André Schürrle) gleich im ersten Jahr Deutscher A-Junioren-Meister wurde.

Es war der Beginn einer steilen Karriere. Nach seiner erfolgreichen Spielzeit mit den A-Junioren wurde der gebürtige Krumbacher (Schwaben) zum Cheftrainer der Mainzer Bundesligamannschaft berufen. In seiner sechsjährigen Amtszeit avancierte er zum Publikumsliebling, ließ die Enttäuschung der Fans über den Wechsel von Jürgen Klopp (jetzt FC Liverpool/England) im Jahr 2008 zu Borussia Dortmund in Vergessenheit geraten. Auch beim BVB, bei dem er im Sommer die Nachfolge von Klopp antrat, hat sich Tuchel die Sympathien der Anhänger längst gesichert. Mit den Schwarz-Gelben ist er auf Kurs in Richtung Vize-Meisterschaft, steht im Halbfinale des DFB-Pokals und tritt am kommenden Donnerstag (ab 19 Uhr) im Hinspiel der Europa League-Zwischenrunde gegen den 27-fachen portugiesischen Meister FC Porto an.

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