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Essen: „Abstiegsgespenst verscheuchen“

Nächster Gegner ist am Dienstag Schlusslicht FC Wegberg-Beeck.

„Wir kommen da unten raus“, ist sich RWE-Abwehrspieler Richard Weber nach dem 2:2 im Revier-Derby gegen Wattenscheid 09 sicher. Der 25-jährige Innenverteidiger sorgte mit seinem Handspiel, das zu einem Strafstoß und zum späten Ausgleich der Gäste durch Manuel Glowacz führte, in der Nachspielzeit für einen glücklichen, aber nicht ganz unverdienten Punktgewinn der Gäste. „Der Ball ist mir an die Hand gesprungen“, gab Weber ehrlich zu. Mit der unglücklichen Aktion verlängerte er die RWE-Negativserie.

Seit sieben Spieltagen warten die Essener auf einen Dreier (letzter Sieg im November 2:0 gegen die U 23 des FC Schalke 04), rangieren nach sechs Remis in Serie nur drei Punkte über dem Strich. „Wir müssen jetzt in dieser Woche gegen unsere direkten Konkurrenten Wegberg-Beeck und SSVg. Velbert punkten, damit wir endlich das Abstiegsgespenst aus unseren Köpfen verscheuchen“, sagt Weber, der selbst wegen einer Gelbsperre in der Partie beim Schlusslicht nicht mitwirken darf, im Gespräch mit dem kicker.

Die meisten Zuschauer machten Schiedsrichter Dustin Sikorski (Kamp-Lintfort) für den verpassten Befreiungsschlag verantwortlich. Dabei blieb dem 26-Jährigen in der Schlussphase keine andere Wahl, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Deutlich umstrittener war die Gelb-Rote Karte für den bis dahin überzeugenden RWE-Neuzugang Andreas Ivan (Foto), der wenige Minuten nach seinem umjubelten 2:1-Führungstreffer im Wattenscheider Strafraum zu Fall gekommen war. Schiri Sikorski entschied aber nicht auf Foul, sondern auf „Schwalbe“ und schickte den vorbelasteten 21-Jährigen vorzeitig unter die Dusche.

„Mir ist die Luft weggeblieben. Mein Gegenspieler hatte mich mit seinem Ellenbogen im Rippenbereich getroffen“, konnte Ivan seinen Feldverweises kaum fassen. „Ich war sicher, dass wir einen Elfmeter bekommen, stattdessen muss ich runter“, zeigte der rumänische U 21-Nationalspieler wenig Verständnis für die Entscheidung.

Auch RWE-Trainer Jan Siewert war nach dem neuerlichen Nackenschlag bedient. „Wir müssen die Entscheidungen respektieren und das Positive mitnehmen“, versprühte der 33-Jährige Zuversicht. „Es wird ein harter Weg. Aber jeder hat gesehen, dass die Mannschaft will und intakt ist.“ So hielt RWE auch in Unterzahl sehr gut dagegen, verpasste den greifbar nahen Sieg bei einem Pfostenkopfball von Marcel Platzek nur hauchdünn.

Gäste-Trainer Farat Toku war mit der Punkteteilung mehr als zufrieden. „Der Platzverweis hat uns in die Karten gespielt. Kompliment an meine Mannschaft, die in einem intensiven Spiel immer gefährlich geblieben ist.“

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