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DFB: Trainerpreis für Markus Kauczinski

Ex-BVB-Trainer Ottmar Hitzfeld für Lebenswerk geehrt.

Der Trainerpreis des deutschen Fußballs 2015 geht an Markus Kauczinski (Foto). Der 46-jährige Trainer des Zweitligisten Karlsruher SC und gebürtige Gelsenkirchener wurde in Frankfurt im Rahmen der Abschlussveranstaltung des 62. Fußball-Lehrer-Lehrgangs von DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann geehrt.

„Diese Auszeichnung ist etwas ganz Besonderes“, sagte Kauczinski: „Die Nachwuchsarbeit steht selten im Fokus. Aber hier wird die Basis gelegt für die Bundesliga- und Nationalspieler von morgen. Ich freue mich über die Anerkennung dieser Arbeit und nehme den Preis stellvertretend für die gesamte Jugendabteilung des KSC an.“

Ronny Zimmermann gratulierte dem Preisträger vor allem für seine herausragende Arbeit im Jugendbereich. „Markus Kauczinski hat während seiner Trainertätigkeiten beim KSC viele Talente geformt, gefördert und auf dem Weg in den Profifußball begleitet, zum Beispiel Hakan Calhanoglu, Lars Stindl oder unsere aktuellen U 20-Nationalspieler Boubacar Barry und Grischa Prömel.“

Der Trainerpreis wurde erstmals im Jahr 2010 vergeben. Bisherige Preisträger waren Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert und Maren Meinert. Die Auszeichnung wurde von einer DFB-Jury unter dem Vorsitz der DFB-Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch und Dr. Reinhard Rauball verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Sie würdigt herausragende Leistungen eines Trainers oder einer Trainerin in der Nachwuchsarbeit.

Kauczinski arbeitete zunächst als Nachwuchstrainer beim FC Schalke 04, ehe er 2001 als Jugendtrainer zum Karlsruher SC wechselte, wo ihm unter anderem mit der U 19 der Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga gelang. Drei Jahre später wurde er zum Jugendkoordinator des badischen Klubs befördert.

Seit dem 26. März 2012 ist Kauczinski als Cheftrainer für die erste Mannschaft beim KSC verantwortlich. In dieser Zeit gelang dem Team die Meisterschaft der 3. Liga (2013), 2015 erreichte es die Relegationsspiele zur Bundesliga. Den Trainerposten beim KSC wird Kauczinski auf eigenen Wunsch nach der Saison 2015/2016 aufgeben.

1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch ehrt Ottmar Hitzfeld

Für seine herausragenden Leistungen als Trainer und seine Verdienste um den Fußball hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ottmar Hitzfeld mit dem Ehrenpreis „Lebenswerk“ ausgezeichnet. Der 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch überreichte dem 67-Jährigen die Auszeichnung im Rahmen der Abschlussveranstaltung des 62. Fußball-Lehrer-Lehrgangs in Frankfurt. Hitzfeld ist nach Dettmar Cramer, Udo Lattek, Gero Bisanz, Otto Rehhagel und Jupp Heynckes der sechste Trainer, der mit der Trophäe für sein Lebenswerk geehrt wird.

„Es macht mich unendlich stolz, dass ich mich in diese Liste einreihen kann“, sagte Hitzfeld: „So etwas Großes zu schaffen, hätte ich mir früher nicht träumen lassen. Diese Auszeichnung ist wirklich etwas Besonderes, ich freue mich sehr darüber. Für mich ist die Ehrung auch eine Zäsur. Wenn man einen Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhält, dann ist noch greifbarer, dass die Karriere wirklich zu Ende, dass der Job endgültig abgeschlossen ist.“

Dr. Rainer Koch sagte: „Ottmar Hitzfeld hat auf all seinen Stationen einzigartige Erfolge feiern können und somit den deutschen Fußball entscheidend mitgeprägt. Mit zwei deutschen Mannschaften die Champions League zu gewinnen, gelang keinem anderen Trainer. Neben seinen fachlichen Qualitäten zeichnen ihn eine hohe Seriosität, Professionalität, Fairplay und Sportsgeist aus. Ottmar Hitzfeld ist eine große Persönlichkeit und für viele ein Vorbild.“

Hitzfeld verbrachte seine Spielerkarriere hauptsächlich in der Schweiz, wo er mit dem FC Basel zweimal Schweizer Meister wurde. 1983 beendete Hitzfeld seine Karriere als Spieler und startete seine Trainerlaufbahn. Vom SC Zug ging es über den FC Aarau zum Grasshopper Club Zürich, mit dem er zwischen 1988 und 1991 fünf nationale Titel holte, darunter die Schweizer Meisterschaften 1990 und 1991. Zwischen 1991 und 1997 trainierte der 67-Jährige Borussia Dortmund, mit denen er zweimal Meister (1995, 1996) wurde und einmal die Champions League (1997) gewann.

Nach einem Jahr als BVB-Sportdirektor kehrte Hitzfeld 1998 auf den Trainerposten zurück. Innerhalb von sechs Jahren holte er mit dem FC Bayern München vier deutsche Meistertitel (1999, 2000, 2001, 2003), zwei Pokalsiege (2000, 2003) sowie die Champions League und den Weltpokal 2001. Sein zweites Engagement beim FCB dauerte eineinhalb Jahre (Februar 2007 bis Juni 2008) und wurde mit dem Doublegewinn 2008 gekrönt. Zum Ende seiner Karriere kehrte Hitzfeld in die Schweiz, seine „zweite Heimat“, zurück. Zwischen 2008 und 2014 trainierte er die Schweizer Nationalmannschaft, mit der er an zwei Weltmeisterschaften (2010, 2014) teilnahm.

Quelle: DFB

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