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Galopp Mülheim: Saisoneröffnung mit Stars der Szene

Spitzentrainer und -jockeys mischen Sonntag am Raffelberg mit.

Was im deutschen Galopprennsport Rang und Namen hat, gibt sich am Sonntag (sieben Rennen, erster Start um 14 Uhr) bei der Saisoneröffnung auf der Rennbahn am Mülheimer Raffelberg die Ehre. Spitzentrainer wie die beiden Champions Peter Schiergen (Köln) und Andreas Wöhler (Gütersloh) und auch Mario Hofer (Krefeld), Markus Klug (Heumar), Jean-Pierre Carvalho (Bergheim) oder Waldemar Hickst (Köln) sind mit zahlreichen Startern in Mülheim vertreten.

Auch die einheimischen Trainer Yasmin Almenräder, Julia Römich, Bruce Hellier und William Mongil lassen sich die Saisonpremiere vor der eigenen Haustür nicht entgehen. Gleich vier Pferde, darunter ein Trio in dem mit 8.500 Euro dotierten Hauptrennen („Preis der Volmer Betonwerke“), bietet der frühere französische Spitzenjockey und heutige Trainer Mongil auf. Yasmin Almenräder greift bei der Veranstaltung mit drei ihrer Schützlinge an, Julia Römich und Bruce Hellier bringen jeweils einen Galopper an den Start. Insgesamt konnte sich der Andrang der Rennställe und Gestüte durchaus sehen lassen. Für die sieben Prüfungen wurden immerhin 68 Pferde angegeben.

Auch bei den Rennreitern versammeln sich die Stars der Szene zum Saisonstart am Raffelberg. Der aktuelle Championjockey Alexander Pietsch (Köln), der seit Februar am Diana-Stall von Trainer Jens Hirschberger in Mülheim arbeitet, steigt am Sonntag ebenso in den Sattel wie der mehrmalige Deutsche Meister Eduardo Pedroza (Gütersloh), der Belgier Stephen Hellyn (Wortegem), die „Altmeister“ Andreas Helfenbein, Filip Minarik und Andreas Suborics (alle Köln) oder auch der gebürtige Brasilianer Rafael Schistl (Krefeld, demnächst Köln). Mit Daniele Porcu (Düsseldorf), der in diesem Jahr bereits neun Rennen für sich entscheiden konnte, und der talentierten Nachwuchsrennreiterin Eva-Maria Zwingelstein aus Iffezheim (acht Siege) mischen auch die beiden bislang erfolgreichsten Jockeys des Jahres am Raffelberg mit. „Heimvorteil“ genießen die beiden Mülheimer Ian Ferguson und Michael Cadeddu.

Vorbereitungen auf der Rennbahn laufen seit Wochen auf Hochtouren

Auf Hochtouren laufen am Mülheimer Raffelberg bereits seit Wochen die Vorbereitungen auf den Saisonstart. Die Rennbahn will sich am Sonntag von ihrer besten Seite zeigen. Neben den sportlichen Höhepunkten wird auch ein buntes Rahmenprogramm geboten. So gibt es für die kleinen Besucher zahlreiche Aktivitäten rund um das Spielmobil. Besonders attraktiv für die Wette: Im Hauptrennen (vierte Tagesprüfung um ca. 15.35 Uhr) wird in der Dreierwette ein zusätzlicher Jackpot in Höhe von 3.888,60 Euro ausgespielt. Im „Preis der ABT-Aufbereitungstechnik“ (sechstes Rennen um ca. 16.40 Uhr) wird auch die Viererwette mit einer Garantieauszahlung von 10.000 Euro angeboten. Insgesamt geht es in den sieben Prüfungen bei der Mülheimer Saisoneröffnung um Preisgelder in Höhe von 34.950 Euro.

Als Sponsor für den ersten von insgesamt vier Renntagen in dieser Saison konnte der Mülheimer Rennverein das „Volmer Betonwerk“ aus Duisburg gewinnen. Schon seit mehr als 70 Jahren ist das Unternehmen im Ruhrgebiet eine feste Größe. Es wurde unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg als „Steinwerk Arnold Dehnen“ im Duisburger Stadtteil Meiderich von Christian Dislich gegründet. In den 50er Jahren erfolgten die Umbenennung in „Volmer Betonwerk GmbH & Co KG“ sowie der Umzug an den heutigen Standort.

Die Produktion bestand zunächst aus Bimsbaustoffen für den Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten Wohnsubstanz. Im Laufe der Jahre kamen Spezialsteine für den Hoch- und Tiefbau hinzu. Im Juni 1975 gründete Christian Dislichs Sohn Heinz die „ABT Aufbereitungstechnik GmbH“, die zu Beginn saure Abdeckmassen für die Stahlindustrie lieferte. Später wurde ein Angießverfahren für Stranggießanlagen entwickelt, patentiert und vertrieben. Weitere Standbeine sind bis heute die Herstellung von Schieberfüllsand, Legierungssteinen oder auch Betonsteinen für den Garten- und Landschaftsbau sowie das Recycling von Stahlwerksstäuben und anderer Reststoffe.

Zusammen beschäftigen die beiden Firmen rund 45 Mitarbeiter. Heute ist Heinz Dislich in zweiter Generation zusammen mit seiner Ehefrau Dr. Margrit Toma-Dislich Gesellschafter des Familienunternehmens. Gemeinsam mit Diplom-Ingenieur Ralf Abel leitet er auch die Geschäftsführung. Dem Galopprennsport und dem Mülheimer Rennverein ist die Familie Dislich schon seit einigen Jahren eng verbunden. Sie war auch schon als Renntag-Sponsor aktiv. Gesellschafterin Dr. Margrit Toma-Dislich gehörte zeitweise sogar dem Präsidium des Mülheimer Rennvereins Raffelberg an.

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