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Galopp Mülheim: Heimsieg für Almenräder

Bei gelungener Saisoneröffnung auf der Rennbahn am Raffelberg.
Erster Renntag, erster Heimsieg: Die Saison 2016 auf der Galopprennbahn in Mülheim begann für die einheimischen Trainer gleich mit einem vollen Erfolg. Yasmin Almenräder (Foto) sattelte am ersten von insgesamt vier geplanten Veranstaltungen in diesem Jahr am Raffelberg den 51. Sieger ihrer Trainerkarriere. Ihre vierjährige Stute Siempre Felice trumpfte in dem mit 3.400 Euro dotierten „Dr. Margrit Toma-Dislich-Rennen“ auf und kam als 24:10-Favoritin zu einem leichten Erfolg vor Sorella (34:10) aus dem Trainingsquartier von Markus Klug (Köln-Heumar) sowie dem 110:10-Außenseiter Amazing Boy, den Toni Potters im norddeutschen Großenkneten vorbereitet.

Besonders eindrucksvoll: Nach einem zunächst alles andere als optimalen Rennverlauf lag Siempre Felice mit ihrem schottischen Jockey Ian Ferguson (Mülheim) zu Beginn der Zielgeraden noch am Ende des Feldes, zündete dann aber ihren „Turbo“ und zog noch an der gesamten Konkurrenz vorbei. „Das war schon ein sehenswerter Speed“, lobte Trainerin Almenräder – und verriet: „Eigentlich wollten wir das Rennen von vorne angehen, weil wir schon im Vorfeld eine hohe Meinung von der Stute hatten. Dann hat sie aber plötzlich an Boden verloren. Umso schöner, dass es doch noch mit dem Sieg geklappt hat.“

Gut leben konnte Yasmin Almenräder auch mit dem fünften Platz ihrer vierjährigen Stute La Coquette (69:10) im sportlichen Hauptereignis, dem „Preis der Volmer Betonwerke“ um 8.500 Euro, auch wenn sie dabei ein Preisgeld knapp verpasst hatte. „La Coquette hatte unterwegs einen Stopp. Der fünfte Platz ist in Ordnung“, so Almenräder über die Stute, die dem bekannten Rennstall Gestüt Hachtsee von Reginald Graf von Norman aus Berg am Starnberger See gehört.

Karl Demmes Cassilero gewinnt „Preis der Volmer Betonwerke“

Allen Grund zur Freude hatte bei der Siegerehrung Almenräders Kölner Trainerkollege Karl Demme, der mit dem fünfjährigen Erlenhofer Hengst Cassilero den souveränen Sieger in dieser gut besetzten 2.000-Meter-Prüfung stellte. „Cassilero ist ein Kämpfer, der in jedem Rennen immer alles gibt“, meinte Demme: „Der weiche Boden und der günstige Rennverlauf kamen ihm außerdem noch entgegen.“

Mit dem Belgier Stephen Hellyn (Wortegem) im Sattel siegte Cassilero am Ende leicht mit fast vier Längen vor der 25:10-Favoritin Prairie Pearl, die Waldemar Hickst (Köln) für das Gestüt Ittlingen (Werne) von Janet Leve-Ostermann und Manfred Ostermann vorbereitet. Geritten wurde die „Perle“ vom gebürtigen Österreicher Andreas Suborics (Köln). Als Dritte sorgte die 180:10-Außenseiterin Cheruska, trainiert von Markus Klug und geritten von Martin Seidl (beide Köln), für eine Überraschung.

Einträchtig auf den Plätzen sechs, sieben und acht kamen die drei Starter des Mülheimer Trainers William Mongil ins Ziel. Die siebenjährige Stute Gentleshaw (162:10), die fünfjährige Sarina (185:10), zu deren Mitbesitzern auch Rolf Hemke (Dramaturg am Theater in Mülheim an der Ruhr) gehört, und der vierjährige Wallach Stay Strong (66:10) konnten nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen, blieben ebenso wie La Coquette ohne Preisgeld. Für alle vier Mülheimer Pferde war es allerdings auch jeweils der erste Start in diesem Jahr, so dass die Erwartungen der Trainer und Besitzer noch nicht ganz so hoch waren.

Keine Rolle spielte auch Angel Moon (55:10), der als letzter Galopper ins Ziel kam. Der fünfjährige Wallach war der erste Deutschland-Starter der Dortmunderin Melanie Sauer, die seit wenigen Monaten als Trainerin in Hannover tätig ist.

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