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Sir Alex Ferguson schaut heute nach Mülheim

Galopp: Hengst Sequel gehört Trainer-Legende von Manchester United.

Die Galopprennbahn in Mülheim steht am heutigen Samstag beim zweiten Renntag des Jahres (erster von insgesamt sieben Starts um 12.05 Uhr) unter prominenter Beobachtung. Gleich zum Auftakt wird der legendäre schottische Ex-Fußballtrainer Sir Alex Ferguson (Foto) von seiner Heimat aus ganz besonders genau hinschauen. Denn der dreijährige Hengst Sequel, der von Peter Schiergen in Köln für Ferguson und das Traditionsgestüt Fährhof (Sottrum) trainiert wird, misst sich in einer mit 8.750 Euro dotierten Sprinterprüfung über 1.300 Meter mit acht anderen Vertretern des Derby-Jahrgangs.

Ferguson, geboren in Glasgow, ist auf der „Insel“ eine lebende Legende. Von 1986 bis 2013 war der heute 74-Jährige für den englischen Spitzenklub Manchester United tätig. In dieser Zeit gewann der Verein nicht weniger als 38 Titel, darunter 13-mal die Meisterschaft sowie zweimal die Champions League. In mehr als 1.500 Pflichtspielen stand Ferguson, der 1999 von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen wurde, an der Seitenlinie.

Schon seit Jahren schlägt Fergusons Herz auch für den Galopprennsport. Er war unter anderem Miteigentümer des millionenschweren „Rock of Gibraltar“, dem zu aktiven Zeiten das Kunststück gelang, sieben Rennen der höchsten Kategorie in Folge zu gewinnen.

Ob Sequel ähnlich erfolgreich wird? Am Mülheimer Raffelberg absolviert der Schiergen-Schützling seinen ersten Start überhaupt. „Er ist noch komplett grün hinter den Ohren, muss erst einmal lernen“, will der Kölner Erfolgstrainer die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. „Die Trainingsleistungen waren in Ordnung. Jetzt muss er den Härtetest auf der Rennbahn bestehen.“

Jockey von Sequel ist der aktuelle deutsche Champion Andrasch Starke (Köln). Der 42-Jährige gehört seit Jahren zu den Spitzenkönnern seines Fachs. Im letzten Jahr holte er sich – gleichauf mit Premieren-Meister Alexander Pietsch (Köln/beide 86 Siege) – sein achtes Championat. Sein bislang größter Erfolg war 2011 der Sieg mit der von Schiergen trainierten Stute Danedream im „Prix de l’Arc de Triomphe“ auf der Nobel-Piste in Paris-Longchamp, einem der wertvollsten Galopprennen der Welt. „Andrasch wird wohl keine großen Probleme mit dem unkomplizierten Sequel haben“, sagt Schiergen, der als Trainer ebenfalls aktueller Champion ist. Bemerkenswert: Wie bei den Jockeys gab es auch bei den Trainern zwei Gewinner. Andreas Wöhler (Gütersloh) war – genau wie Schiergen – 2015 auf 68 Treffer gekommen.

Andreas Wöhler setzt auf Plus Night und Pedroza

Wöhler hat im „Preis der Rennbahn Mülheim-Raffelberg“ ebenfalls ein „Eisen im Feuer“. Der Hengst Plus Night gehört Geschäftsmann Jaber Abdullah aus Dubai. Sein Können hat er bereits bei der Saisoneröffnung am Raffelberg unter Beweis gestellt. In der mit 5.100 Euro dotierten Auftaktprüfung über 1.200 Meter belegte er als 15:10-Favorit hinter „Schäng“ (40:10) Rang zwei. Jockey ist auch diesmal wieder Ex-Champion Eduardo Pedroza (Ravensberg). „Der Boden war beim ersten Start etwas zu tief für Plus Night“, sagt Wöhler, der im ersten von insgesamt sieben Rennen am Raffelberg auf ein etwas passenderes Geläuf hofft.

Andrasch Starkes Co-Champion Alexander Pietsch reitet den von Christian Sprengel (Langenhagen) trainierten Be My Star, Dritter hinter Plus Night bei der Mülheimer Saisonpremiere, für Marlene Haller. Die Bremer Besitzerin hat mit Part of Ireland, vorbereitet von Erika Mäder (Krefeld) und geritten von Andreas Suborics (Köln), noch eine weitere Siegchance.

Der formstarke Niederländer Adrie de Vries, bei Raffelberger Veranstaltungen in der Regel Stammgast bei den Siegerehrungen, reitet Butch Cassedy, einen Schützling des Bremer Trainers Pavel Vovcenko. De Vries war im Winter über mehrere Wochen im Nahen Osten engagiert. Daher griff er erst verspätet in die deutsche Saison ein. Seine Bilanz ist beachtlich. Der „Fliegende Holländer“ gewann acht seiner 14 Starts auf deutschem Boden.

Die kürzeste Anreise der neun Teilnehmer hat La Cecilia, die wenige Meter vom Geläuf entfernt vom Mülheimer Trainer William Mongil vorbereitet wird. Die Belgierin Anna van den Troost wurde als Reiterin für die Stute verpflichtet. Mit Dafina (Trainer: Toni Potters/Großenkneten, Reiter: Filip Minarik/Köln) befindet sich noch eine weitere Stute im stark besetzten Feld.

Auf ein gutes Abschneiden von Admiral hofft der Dortmunder Trainer Reiner Werning, der seinen Schützling dem erfahrenen Jockey Andé Best (Krefeld) anvertraut. Der Hengst So Soon aus der Neusser Trainieranstalt von Marion Weber geht mit Daniele Porcu (Düsseldorf) ins Rennen.

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