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Mülheim: Stute Poolparty verhindert Heimsieg

Düsseldorfer Familie freut sich über Premieren-Sieg am Raffelberg.

Die Freude stand dem Düsseldorfer Unternehmer Dr. Alexander Bethke-Jaenicke (auf dem Foto ganz links) am Samstag auf der Galopprennbahn in Mülheim ins Gesicht geschrieben. „Endlich“, platzte es aus dem Familienvater heraus, der mit seiner Frau Kerstin und den drei Kindern Oliver, Stephanie und Jennifer angereist war. Was war passiert? Die vierjährige Stute Poolparty aus dem Besitz der Düsseldorfer Familie hatte soeben vor rund 5.000 Zuschauern am Raffelberg den mit 4.000 Euro dotierten „Preis der sechs Trainer auf der Galopprennbahn Mülheim“ gewonnen – und damit für den ersten Sieg des Stalles Bethke-Jaenicke überhaupt gesorgt. „Jetzt sind wir nicht mehr sieglos“, freute sich das Familienoberhaupt. Siegjockey Andrasch Starke (Köln) ergänzte zuversichtlich: „Weitere Treffer werden folgen.“

Poolparty war das erste Pferd, das sich die Familie Bethke-Jaenicke im letzten Jahr zugelegt hatte. Kürzlich kam mit dem dreijährigen Hengst Rainmaker noch ein weiterer Galopper hinzu. Beide Pferde werden in der NRW-Landeshauptstadt von Ralf Rohne trainiert. „Die Kinder sind für das Streicheln zuständig, meine Frau für die Möhren und ich mache das mit dem Trainer“, so Alexander Bethke-Jaenicke zur familiären Arbeitsteilung.

Bei der Mülheimer Siegprämie von immerhin 2.400 Euro dürfte sich Poolparty einige Extra-Möhren und zusätzliche Streicheleinheiten durchaus verdient haben. Als 22:10-Mitfavoritin war sie am Raffelberg zu einem sicheren Sieg mit eineinhalb Längen Vorsprung gekommen. Das Nachsehen hatte die 17:10-Favoritin Molly Marie, die vom Mülheimer Trainer Jens Hirschberger für das Gestüt Auenquelle (Rödinghausen) von Peter-Michael Endres und Karl-Dieter Ellerbracke auf ihrer Heimatbahn aufgeboten wurde. Es war am gesamten zweiten Renntag des Jahres die beste Platzierung für die Trainer vom Raffelberg. „Auch wenn es nicht zum Sieg gereicht hat: Die Leistung war in Ordnung“, resümierte Hirschberger. Am Ende fehlten eineinhalb Längen zur sicheren Siegerin.

In einem überschaubaren Feld hatten Iron Lady (51:10, Trainer: Ferdinand Leve, Warendorf) und Daydream (98:10, John Smith/Niederlande) die Plätze drei und vier belegt. Die von Yasmin Almenräder (Mülheim) vorbereitete Stute La Coquette war nicht an den Start gekommen, weil ihr ein harter Boden wie am Samstag in Mülheim nicht entgegen kommt.

Zu einer zumindest nicht alltäglichen Konstellation kam es im „Preis von Deauville“, einem mit 5.100 Euro dotierten 1.600 Meter-Rennen für Dreijährige. Vier Pferde waren am Start, nach dem Rennen war die Reihenfolge „1-2-3-4“ auf den Monitoren zu lesen. Baroncello, trainiert von Andreas Löwe (Köln) und geritten von Andreas Helfenbein (Köln), gewann dabei zum Totokurs von 34:10 und hinterließ bei seinem leichten Erfolg nachhaltigen Eindruck. Der Hengst verwies den 12:10-Favoriten Royal Shaheen (Trainer: Andreas Wöhler/Gütersloh) sowie Alter Rail (77:10, Karl Demme/Köln) und Incredible Thunder (136:10, Karl-Heinz Neureuther/Mannheim) auf die Plätze.

Für Baroncello, der dem Wittener Ingenieur Dr. Reinhard Beine gehört, war es beim dritten Start der zweite Sieg. „Wir peilen jetzt einen Start in dem mit 153.000 Euro dotierten Mehl-Mülhens-Rennen am 16. Mai in Köln an“, gab er freudestrahlend zu Protokoll. Dr. Reinhard Beine ist seit vielen Jahren begeisterter Besitzer. Zu den größten Erfolgen gehört der Triumph im Jahr 2000 mit der damals zweijährigen Stute Bedford Set im „Preis der Winterkönigin“ auf der Bahn am Mülheimer Raffelberg. Jockey war ebenfalls Andreas Helfenbein, inzwischen 48 Jahre „jung“.

Auch am zweiten Renntag der Saison zur eher ungewohnten Zeit am Samstagmittag war die Raffelberger Rennbahn wieder gut besucht. Der Umsatz nach sieben Prüfungen betrug 105.444 Euro. Dabei lag der Außenanteil bei 58.212 Euro. Weiter geht es am Raffelberg am Samstag, 21. Mai. Dann steht der beliebte Sparkassen-Volksrenntag auf dem Programm.

Bildunterschrift:

Freuten sich über den ersten Sieg des Stalles Bethke-Jaenicke überhaupt: Dr. Alexander Bethke-Jaenicke, Oliver Bethke-Jaenicke, Jockey Andrasch Starke, Stephanie Bethke-Jaenicke, Kerstin Bethke-Jaenicke, Jennifer Bethke-Jaenicke sowie Rennvereins-Präsident Hans-Martin Schlebusch (von links).

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