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RWE-Trainer Demandt ist „kein Fan von Umbrüchen“

Exclusiv-Interview mit dem Fußball-Lehrer im kicker-Sportmagazin.

Mission (fast) schon erfüllt: Unter der Regie seines neuen Trainers Sven Demandt (Foto) hat der Traditionsverein Rot-Weiss Essen die wohl entscheidenden Zähler zwischen sich und die Abstiegszone in der Regionalliga West gelegt. Sieben von neun möglichen Punkten holte RWE aus den letzten drei Spielen. Im kicker-Interview blickt Demandt (51) auch schon voraus.

Kann auf dem Weg zum Klassenverbleib bei sieben Punkten Vorsprung noch etwas schief gehen, Herr Demandt?

Solange der Abstieg rechnerisch noch möglich ist, müssen wir auf der Hut sein. Ich bin zu lange im Trainergeschäft tätig, als dass ich jetzt die Aufgabe auf die leichte Schulter nehme. Uns fehlt noch ein Sieg.

Aus fünf Spielen unter Ihrer Regie holte RWE drei Siege, ein Unentschieden, kassierte nur eine Niederlage. Wie haben Sie die Mannschaft in die Spur bekommen?
Jeder Einzelne wusste, dass in der Truppe mehr Potential steckt, als auf dem Platz gezeigt wurde. Ein wichtiger Schritt war gleich zum Auftakt der 2:1-Erfolg in Ahlen. Damit haben wir uns Selbstvertrauen für die restlichen Spiele geholt.

Warum tun sich ehemalige Bundesligisten wie Rot-Weiss Essen oder auch Alemannia Aachen in der 4. Liga so schwer?
Für Traditionsvereine ist es nicht einfach, unter den hohen Erwartungen zu spielen. In schlechten Phasen muss man aber die Ruhe bewahren. Auf der anderen Seite entwickelt sich – solange es gut läuft – eine gewisse Eigendynamik, die die Mannschaft pusht.

Mit der U 23 von Gladbach wurden Sie bereits einmal West-Meister. Lässt sich der Erfolg mit RWE wiederholen?
Auf lange Sicht kann der Anspruch von RWE nur der Aufstieg in die 3. Liga sein. Ich hätte den Posten nicht angenommen, wenn es nicht das Ziel des Vereins wäre. Ob wir schon in der nächsten Saison um den Titel mitspielen können, müssen wir abwarten.

Bleibt die Mannschaft zusammen? Oder gibt es den nächsten Umbruch?

Ich bin kein großer Fan von großen Umbrüchen. Wir haben eine gute Qualität in der Mannschaft. Kontinuität ist wichtig, dafür benötigen wir aber auch ein wenig Geduld.

Welche Typen suchen Sie?

Wir suchen nach Spielern, die ins Ruhrgebiet passen. Es müssen ehrliche Jungs sein, die sich für den Verein zerreißen.

Wie lautet die Marschroute für die letzten Saisonspiele?
Wir sind gut beraten, uns erst einmal auf die Partie am Samstag gegen Rot-Weiß Oberhausen zu konzentrieren. Schließlich wollen wir im Derby den Klassenverbleib in trockene Tücher bringen.

Kann der Sieg im Niederrheinpokal am 28. Mai gegen den künftigen Regionalligisten Wuppertaler SV eine bislang verkorkste Saison retten?

Ob die Partie eine ganze Saison retten kann, weiß ich nicht. Fest steht aber, dass wir nach dem letzten Spieltag in der Liga noch ein Highlight haben. Mit dem erneuten Einzug in den DFB-Pokal wollen wir retten, was es zu retten gibt.

Interview: Filippos Kounelis/MSPW

 

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