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Galopp: „Ball der Debütantinnen“ ist völlig offen

Mülheim: Viele Fragezeichen vor Stutenrennen am Donnerstag.

Vor einer äußerst kniffligen Aufgabe stehen die Wetter beim Zusatz-Renntag auf der Galopprennbahn in Mülheim am Donnerstag (Fronleichnam, erster von acht Starts um 16.55 Uhr). Das mit 6.000 Euro dotierte Rennen für dreijährige sieglose Stuten, der „Prix Clairefontaine“, wird zum „Ball der Debütantinnen“. Vier der sechs Teilnehmerinnen absolvieren nämlich am Raffelberg ihre Premiere auf der Rennbahn. An den siegreichen Besitzer in dieser 2.300-Meter-Prüfung werden 3.000 Euro überwiesen.

Zwei Starterinnen besitzen sogar eine Nennung für das mit 500.000 Euro dotierte Deutsche Stuten-Derby („Preis der Diana“) am Sonntag, 7. August, auf der Rennbahn in Düsseldorf. Im wertvollsten Rennen für dreijährige Stuten auf deutschem Boden, viele Jahre Bestandteil des Mülheimer Rennkalenders, könnten Miss Reemeya aus dem Trainingsquartier von Andreas Wöhler (Gütersloh) sowie die in Köln von Peter Schiergen vorbereitete Salonmare an den Start gehen. Beide Kandidatinnen sind freilich aktuell noch ohne jede Rennerfahrung.

So sieht Erfolgstrainer Schiergen den Auftritt von Salonmare, die dem Gestüt Wittekindshof von Hans-Hugo Miebach (Ehrenpräsident des Dortmunder Rennvereins) gehört, eher als wichtigen Zukunftsschritt für seine Stute, dämpft daher die Erwartungen. „Sie soll das Rennen in Mülheim vor allem nutzen, um Erfahrungen zu sammeln“, so Schiergen. „Jockey André Best sollte dabei keine größeren Probleme mit ihr haben, da sie recht unkompliziert ist. Läuft alles nach Plan, traue ich ihr einen Platz unter den ersten drei Pferden zu.“

Andreas Wöhler hat für den Premieren-Auftritt von Miss Reemeya, die dem Geschäftsmann Jaber Abdullah aus Dubai gehört, Jozef Bojko (Gütersloh) als Jockey verpflichtet. Neben der „Miss“ und Salonmare geben auch Oxylona von Besitzertrainer Bodo Mähne (Euskirchen) sowie Tigerin aus dem Stall von Dr. Andreas Bolte (Lengerich) in Mülheim ihr Renndebüt. „Tigerin ist ein spätreifes Pferd, das sich nun an das Renngeschehen gewöhnen soll“, sagt Bolte. „Optimal wäre ein Rennen im Mittelfeld. Dann kann sie sich ein Stück weit an den Pferden um sie herum orientieren.“

„Erfahrenste“ Teilnehmerin des Mülheimer Stutenrennens ist die von Regine Weißmeier (Sonsbeck) vorbereitete Amazing Moon. Weißmeiers Sohn Fabian Xaver ist Jockey der Stute, die am Raffelberg ihren dritten Karriere-Start in Angriff nimmt. Allerdings läuft sie zum ersten Mal in Deutschland und erstmals auch unter der Regie von Weißmeier.

„Sie ist erst seit ein paar Wochen bei uns. In ihrer englischen Heimat wurde sie zweimal Letzte. Bei uns lief es im Training zunächst auch eher dürftig. Doch in den letzten Wochen hat sie sich für einen Start angeboten“, sagt Regine Weißmeier. „Ich denke, dass ihr die 2.300-Meter-Distanz entgegenkommt. In England war sie jeweils auf Sandbahnen über 1.600 und 1.700 Meter im Einsatz.“

 

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