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Sonne strahlt für Almenräder-Stute Anatevka Sun

Galopp Mülheim: Leichter Heimsieg im Sprintrennen am Raffelberg.

Auf ihrem Handy-Display beobachtete die Mülheimer Galoppertrainerin Yasmin Almenräder über eine Internetverbindung den mit 6.000 Euro dotierten „Prix Bordeaux“ auf ihrer Heimatbahn am Raffelberg – und hatte dabei allen Grund zur Freude. Während Almenräder beim Frühjahrs-Meeting in Iffezheim bei Baden-Baden ihre Starter betreute, waren in Mülheim am Fronleichnamstag bei herrlichem Frühsommerwetter nicht weniger als 6.500 Besucher live dabei. Sie sahen einen Heimsieg für Almenräder mit der fünfjährigen Stute Anatevka Sun (auf dem Foto links) in dieser Sprintprüfung über 1.400 Meter.

Zum Totokurs von 52:10 ließ die vom italienischen Nachwuchsjockey Nicola Sechi gerittene Anatevka Sun der Konkurrenz keine Chance. Überraschend auf Rang zwei landete die 257:10-Außenseiterin Betsy Coed mit Laura Giesgen (Euskirchen). Dritter wurde der 31:10-Favorit Douneedahand (31:10) unter Jockey Jozef Bojko (Gütersloh).

Auch wenn sie nicht selbst vor Ort war: Almenräder strahlte in Iffezheim nach dem Heimsieg. Es war bereits ihr zweiter Saisonerfolg in Mülheim. „Wie Nicola Sechi das gemacht hat, war hervorragend. Nach einem alles andere als optimalen Start hat er die Stute stets innen gehalten und im richtigen Moment den Turbo eingeschaltet. Mein Kompliment“, lobte Almenräder nach dem leichten Sieg der von ihr vorbereiteten Stute mit zweidreiviertel Längen Vorsprung.

East of Eden wie „heißes Messer durch die Butter“

Erst im zweiten Versuch konnte die mit 6.000 Euro dotierte Auftaktprüfung beim Raffelberger Renntag über die Bühne gehen. Nach einem Fehlstart mussten die neun Starter in diesem Rennen für Amateurreiter erneut in die Boxen einrücken. Die Favoritenwetter konnten sich anschließend ihrer Sache lange Zeit nicht sicher sein. Doch im Ziel hatte der auf 28:10 heruntergewettete East of Eden mit seiner Trainerin Olga Laznovska (Dormagen) im Sattel komfortable fünf Längen Vorsprung.

Bei seinem „leichten“ Sieg war der sechsjährige Wallach nach einem vorsichtigen Start im Verlauf der 1.600 Meter-Prüfung wie ein Messer durch heiße Butter durch das Feld gestürmt. „Er läuft immer am liebsten von hinten“, erklärte Laznovska nach ihrem zweiten Sieg in diesem Jahr: „Wenn er dann einmal ins Rollen kommt, ist er kaum zu stoppen.“

Das Nachsehen hatten der neunjährige Hengst Ohne Tadel (46:10) unter dem Franzosen Kevin Braye (Valbourg) sowie der 133:10-Außenseiter Aroy, geritten von der aktuellen Amateur-Vizeweltmeisterin Michelle Blumenauer (Beckingen). Den Zweit- und Drittplatzierten trennte lediglich eine Nase. Die Rennleitung musste erst das Zielfoto auswerten, um den hauchdünnen Unterschied zu erkennen.

Einen noch spannenderen Einlauf erlebten die Besucher im „Prix Nancy“ um 6.000 Euro, dem ersten von gleich zwei „Marathon-Rennen“ über die Steherdistanz von 2.900 Metern. Der von Ana Bodenhagen in Düsseldorf trainierte Sieger und 147:10-Außenseiter Culworth Boy hatte sich unter dem italienischen Jockey Francesco Ladu einen packenden Dreikampf mit Welkando (46:10, Jockey: Koen Clijmans/Belgien) und der 22:10-Favoritin Nessaya (Amateurreiterin Lena Maria Mattes/Saarbrücken) geliefert. Culworth Boy gewann nach Kampf mit einer Dreiviertellänge vor Welkando. Nur einen kurzen Kopf dahinter belegte Nessaya Rang drei.

„Francesco Ladu hat das exzellent gemacht“, lobte die siegreiche Trainerin Ana Bodenhagen, die erst vor knapp drei Wochen von Neuss auf ihre Heimatbahn in Düsseldorf zurückgekehrt war. „Culworth Boy ist nicht das Pferd für die Führungsarbeit. Er mag es, sich lange Zeit im Feld aufzuhalten.“

Nicht ganz zufrieden mit Rang drei von Nessaya war der mehrmalige Championtrainer Christian von der Recke (Weilerswist). Schließlich hatte die vierjährige Stute zuvor in Krefeld – ebenfalls mit Lena Maria Mattes im Sattel – noch gewonnen, war deshalb auch in Mülheim mit großen Hoffnungen gestartet.

 

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