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Kickers Offenbach stellt erneut Insolvenzantrag

Siebenstelliges Minus – Statt Zwangsabstieg neun Punkte Abzug.

Südwest-Regionalligist Kickers Offenbach hat beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Das gab der Traditionsverein und ehemalige Bundesligist am Freitag bekannt. Grund für diesen Schritt sind drohende Zahlungsunfähigkeit sowie Überschuldung der Spielbetriebsgesellschaft („OFC Kickers 1901 GmbH“).

Für die Hessen ist es bereits die zweite Insolvenz innerhalb von drei Jahren. Das am 7. Juni 2013 beantragte Insolvenzverfahren war erst zu Beginn der gerade abgelaufenen Spielzeit beendet worden. Eine nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen Situation stellte sich offenbar aber nicht ein. Nach vorläufigen Berechnungen des Klubs wird für das Geschäftsjahr 2015/16, das am 30. Juni endet, ein finanzielles Minus von ca. 1,1 Millionen Euro erwartet.

Seit ihrer Amtsübernahme Ende November 2015 hatte die neugewählte Offenbacher Vereinsführung um Präsident Helmut Spahn zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählten der Trainerwechsel, die Winter-Transfers, der Wechsel des Geschäftsführers, weitere Erlöse im Bereich Sponsoring sowie Zusatzeinnahmen im VIP-Raum. Diese Maßnahmen führten laut OFC-Angaben zwar zu einer Verbesserung des wirtschaftlichen Ergebnisses, konnten das Defizit in siebenstelliger Höhe jedoch nicht verhindern.

„Der Insolvenzantrag ist sicherlich kein leichter Schritt. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass uns diesmal ein echter Neuanfang gelingt“, erklärt OFC-Geschäftsführer Remo Kutz. Der Spielbetrieb soll fortgeführt und ein konkurrenzfähiger Spielerkader für die kommende Saison zusammengestellt werden. „Wir werden alles dafür tun und den Insolvenzverwalter bestmöglich unterstützen, um diesem besonderen Club eine wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen“, so Kutz weiter. Immerhin erklärten zwei Hauptsponsoren des Vereins, ein Energieversorger und ein Bankinstitut, umgehend ihre Bereitschaft, den OFC auch in Zukunft zu unterstützen.

Laut Auskunft des Verbandes hatten die Kickers bereits im Vorfeld sämtliche Zulassungskriterien für die kommende Regionalliga-Saison, inklusive einer geforderten Bankbürgschaft, erfüllt. Ein weitergehendes wirtschaftliches Zulassungsverfahren wird in der Regionalliga Südwest nicht durchgeführt. Daher droht den Offenbachern zumindest von Seiten des Verbandes kein Zwangsabstieg. Durch den erneuten Insolvenzantrag könnte es jedoch zum Abzug von neun Punkten für die nächste Spielzeit kommen.

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