Startseite / Fußball / Regionalliga / Regionalliga West / RWE ist zum neunten Mal Niederrhein-Pokalsieger

RWE ist zum neunten Mal Niederrhein-Pokalsieger

RWE-Kapitän Fritz bei 3:0 gegen WSV mit zwei Abschiedsgeschenken.

Eine insgesamt enttäuschende Saison fand für den Traditionsverein und West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen am „Finaltag der Amateure“ doch noch ein versöhnliches Ende. Mit dem 3:0 (1:0) vor 17.000 Fans an der Hafenstraße gegen den Oberliga-Meister und künftigen Liga-Konkurrenten Wuppertaler SV gewann RWE bereits zum neunten Mal den Niederrheinpokal, baute seinen Vorsprung in der Rekordliste vor dem WSV (sechs Verbandspokal-Triumphe) weiter aus.

Ausgerechnet Essens Kapitän Moritz Fritz (Foto), der zur U 23 von Borussia Dortmund wechseln wird, traf in seinem letzten Spiel im RWE-Trikot gleich doppelt (33./88.), hatte damit großen Anteil an der Titelverteidigung. Rechtsverteidiger Leon Binder (54.) steuerte mit einem spektakulären 25-Meter-Schuss in den Winkel ebenfalls einen Treffer bei. Der DFB-Pokalsieger von 1953 und Deutsche Meister von 1995 darf sich damit auf die erneute Teilnahme an der Hauptrunde freuen.

WSV-Sportdirektor Bölstler gibt Comeback

Für den ersten Paukenschlag hatte WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen, dessen Mannschaft von rund 4500 Anhängern in Essen unterstützt wurde, schon vor dem Anpfiff gesorgt. Völlig überraschend stand Wuppertals Sportdirektor Manuel Bölstler (33) zum ersten Mal überhaupt selbst auf dem Platz, sollte die Mannschaft zum Pokalsieg führen.

Der frühere Profi von Arminia Bielefeld, Rot-Weiß Erfurt und des Karlsruher SC hatte seine aktive Karriere eigentlich vor Beginn dieser Saison beendet, nachdem er zuvor noch für Westfalia Herne als spielender Co-Trainer in der Oberliga Westfalen am Ball war. Letztlich zahlte sich Bölsters überraschender Einsatz nicht aus. Auch Wuppertals Top-Torjäger Ercan Aydogmus (14 Saisontreffer) blieb bis zu seiner Auswechslung wirkungslos.

Gastgeber von Beginn an am Drücker

Die Essener, die in der Regionalliga West um die Meisterschaft mitspielen wollten, aber erst am vorletzten Spieltag den Klassenverbleib den Klassenverbleib perfekt gemacht hatten, waren im Niederrhein-Pokalfinale von Beginn die dominierende Mannschaft. Ihre treuen Fans sorgten für eine phantastische Atmosphäre, die an alte Profi-Zeiten erinnerte.

Nachdem einem Treffer von RWE-Angreifer Marcel Platzek wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung seines Stürmerkollegen Frank Löning noch die Anerkennung versagt geblieben war, gingen die Gastgeber in der Schlussphase der ersten Halbzeit verdient in Führung. Einen Fernschuss von Essens Mittelfeldspieler Kasim Rabihic konnte WSV-Schlussmann Sebastian Wickl nur nach vorne abprallen lassen, Moritz Fritz (33.) stand goldrichtig – und staubte zum 1:0 ab. Dabei blieb es bis zur Pause.

Binders Traumtor – Heimann kaum geprüft

Auch in der zweiten Halbzeit erwischten die Rot-Weissen den besseren Start und waren nach Binders Traumtor zum 2:0 (54.) endgültig auf der Siegerstraße. Die Gastgeber wirkten spielerisch reifer, ließen in der Defensive kaum etwas anbrennen. RWE-Schlussmann Niclas Heimann, der im Vorjahresfinale gegen Rot-Weiß Oberhausen (6:5 nach Elfmeterschießen) noch als „Pokalheld“ gefeiert wurde, blieb diesmal weitgehend beschäftigungslos. Nur einmal hatten die Gästefans den Torschrei auf den Lippen. Der eingewechselte Jonas Schneider traf zehn Minuten vor dem Abpfiff aus 16 Metern den Pfosten.

Auf der Gegenseite setzte erneut der künftige Dortmunder Fritz (88.) den Schlusspunkt. Nach einem Freistoß von Frank Löning erwischte der 22-jährige Defensivspieler den Abpraller und drückte die Kugel aus kurzer Entfernung zum 3:0-Endstand über die Linie. Der Jubel an der Hafenstraße kannte keine Grenzen mehr.

 

Das könnte Sie interessieren:

Alemannia Aachen: Auch Kapitän Alexander Heinze fällt aus

Trainergespann mit Andersen und Bozek gehen weitere Spieler aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.