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Wuppertal: „Start kann in beide Richtungen gehen“

Nach Aufstieg geht es für den WSV nur um den Klassenverbleib.
Es war mehr als ein Hauch von Bundesliga, der beim Testspiel von Regionalliga-Aufsteiger Wuppertaler SV gegen Champions League-Teilnehmer Borussia Dortmund (0:2) durch das altehrwürdige Stadion am Zoo wehte. Denn BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte zumindest in der ersten Halbzeit – unter anderem mit Torhüter Roman Weidenfeller, Sokratis, Adrian Ramos (erzielte das 1:0), Sven Bender, Pierre-Emerick Aubameyang, Matthias Ginter, Gonzalo Castro, Marcel Schmelzer oder Neuzugang Ousmane Dembele – seine in Abwesenheit der EM-Fahrer vermeintlich stärkste Elf aufgeboten. Erst in der Pause wechselte der BVB durch. Am Ende stand dann fast eine U 19 auf dem Platz.

WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen war mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor rund 5.500 Zuschauern nicht unzufrieden. „Das war okay“, gab der 43-Jährige im Gespräch mit dem kicker zu Protokoll. „Wir haben uns mit unseren Mitteln gut zur Wehr gesetzt und konnten sogar einige Reize in der Offensive setzen.“

Die letzte Bundesliga-Saison der Wuppertaler liegt mittlerweile 41 Jahre zurück. In der Spielzeit 1974/1975 – Borussia Dortmund war damals übrigens zweitklassig – waren die Bergischen als Schlusslicht abgestiegen. Über die 2. Liga kam der WSV danach nicht mehr hinaus, ab 1994 war der Klub höchstens drittklassig. Tiefpunkt war der Zwangsabstieg aus der viertklassigen Regionalliga West wegen der Insolvenz 2013. Nach den ersten drei Jahren der Vereinsgeschichte in der fünften Klasse (Oberliga Niederrhein) meldet sich Wuppertal nun zumindest in der 4. Liga zurück. Von übertriebener Erwartungshaltung, die rund um den WSV häufig herrscht, will Vollmerhausen nichts wissen. „Es gab in den letzten Jahren oft Parolen, die sich als heiße Luft entpuppten. So etwas gibt es mit mir nicht. Entscheidend ist, dass wir uns jetzt erst einmal in der Regionalliga akklimatisieren. Erstes Ziel muss es sein, vier Mannschaften hinter uns zu lassen“, so der WSV-Trainer.

Rund ein Dutzend Neuzugänge nahmen die Wuppertaler unter Vertrag, darunter Rückkehrer Silvio Pagano (30/KFC Uerdingen 05) und Pascal Bieler (30/Wacker Nordhausen). Beide sind für das Mittelfeld eingeplant. Gemeinsam mit Angreifer Gaetano Manno (33), Torwart Sebastian Wickl (25) und Verteidiger Peter Schmetz (25) sollen sie die Achse im WSV-Spiel bilden. „Wir waren in der letzten Saison ein eingeschworener Haufen und sind nun erneut auf einem guten Weg dorthin. Man merkt in jedem Training außerdem den gestiegenen Konkurrenzkampf“, so Vollmerhausen, dessen Mannschaft in den ersten beiden Heimspielen auf Viktoria Köln und Rot-Weiss Essen trifft: „Da geht es gleich gegen zwei absolute Top-Favoriten. Der Start kann daher schon einmal in beide Richtungen gehen.“

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