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Oliver Reck: Fokus liegt auf dem Sport

Ex-Schalker ist aktuell Cheftrainer der Offenbacher Kickers.

 

Ex-Nationaltorhüter Oliver Reck (Foto) hat es als Cheftrainer des ehemaligen Bundesligisten Kickers Offenbach aktuell nicht leicht. Während der 471-malige Erstligaschlussmann (FC Schalke 04, SV Werder Bremen und Kickers Offenbach) versucht, seine Mannschaft bestmöglich auf die am Wochenende beginnende Saison in der Regionalliga Südwest vorzubereiten, kämpft der Traditionsverein aus Hessen gegen die drohende Insolvenz. Zahlreiche Spendenaktionen und Benefizspiele gegen Profiklubs sollen helfen, den Super-GAU abzuwenden und den Verein zu retten. Bereits klar ist, dass der OFC wegen des Insolvenzantrags mit neun Punkten Abzug in die neue Spielzeit starten muss.

Im aktuellen FUSSBALL.DE-Interview spricht der 51-jährige Fußball-Lehrer Oliver Reck (zuvor auch Trainer bei Fortuna Düsseldorf) mit dem MSPW-Journalisten Christian Knoth über die Trennung zwischen sportlicher Arbeit und finanzieller Situation, die einmaligen Spendenaktionen des OFC, den Saisonstart am Freitag (ab 19.30 Uhr) beim VfR Wormatia Worms und das Saisonziel.

FUSSBALL.DE: Die lange Vorbereitung ist vorbei, am Freitag startet der Südwesten als letzte Regionalliga-Staffel in die neue Saison. Sind Sie froh, dass es endlich losgeht, Herr Reck?

Oliver Reck: Froh ist vielleicht der falsche Ausdruck. Nach den zahlreichen Vorbereitungsspielen bin ich vor allem gespannt, wie der Kader jetzt schon funktioniert. Es benötigt Zeit, zahlreiche Abgänge zu kompensieren und neue Spieler zu integrieren. Ich denke aber, dass wir das gut hinbekommen haben.

Wie zufrieden waren Sie mit dem Verlauf der Sommervorbereitung?

Reck: Dass wir aufgrund der finanziellen Situation im Verein unter keinem guten Stern gestartet sind, weiß mittlerweile jeder. Das muss ich nicht mehr aufrollen. Wir haben aber versucht, uns davon so wenig wie möglich beeinflussen zu lassen und uns auf das Sportliche zu konzentrieren. Mit den Trainingsleistungen meiner Mannschaft war ich zufrieden, alle waren engagiert. Man merkt, dass die Jungs heiß auf den Saisonstart sind.

Was haben Sie unternommen, damit sich Ihre Mannschaft zu 100 Prozent auf Fußball konzentrieren kann?

Reck: Jedem meiner Spieler ist bewusst, dass unser Fokus auf dem Sport liegen muss und sich andere Leute um die Finanzen kümmern. Unsere Arbeit findet auf dem Platz statt. Um den Jungs das klarzumachen, musste ich keine besonderen Ansprachen halten. Durch die finanzielle Unterstützung unseres Präsidenten Helmut Spahn hatten wir auch das Glück, ein Trainingslager beziehen zu können. So konnten wir uns unter diesen schwierigen Bedingungen bestmöglich auf die Saison vorbereiten.

Der OFC startete einmalige Spendenaktionen, um die Insolvenz noch abzuwenden. Unter anderem bekochten Spieler und Trainer die Fans, Anhänger konnten Spielerverträge unterzeichnen oder Ihr Assistent beim Benefizspiel gegen Fortuna Düsseldorf sein. Wie wurden die Aktionen von den Fans angenommen?

Reck: Die Bereitschaft unserer Anhänger, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen, war sensationell. Das zeichnet diesen Klub aber auch aus. Wir stehen sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten zueinander. Die Fans haben ein positives Zeichen gesetzt. Jetzt sind wir dran. Wir wollen sie mit sportlichen Erfolgen begeistern.

Das komplette MSPW-Interview mit Oliver Reck lesen Sie auf FUSSBALL.DE.

 

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