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RW Essen: Malura trifft auf Ex-Verein Wuppertal

Neuzugang von Viktoria Köln debütierte einst beim WSV.

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Rot-Weiss Essen ist im Gegensatz zur verkorksten Vorsaison (Platz zwölf) diesmal optimal aus den Startlöchern gekommen. Mit dem schwer erkämpften „Arbeitssieg“ gegen den mutigen Aufsteiger Bonner SC (2:1) setzte sich die Mannschaft von Trainer Sven Demandt zumindest vorerst in der Spitzengruppe fest.

Nicht zuletzt die aktuelle Zwischenbilanz unter der Regie des 51-jährigen Ex-Profis, der erst seit Anfang April im Amt ist, macht den RWE-Fans Mut, dass der ambitionierte Slogan („Zusammen hoch3 – Essen will den Aufstieg“) eventuell schon in dieser Saison keine Utopie bleiben muss. Sieben Siege, ein Remis und zwei Niederlagen sprangen in zehn Liga-Spielen unter Demandt heraus, dazu kam noch der souveräne Finaltriumph im Niederrheinpokal gegen den Wuppertaler SV (3:0).

Um den Blick auf die Tabelle zu genießen, dafür bleibt jedoch nur wenig Zeit. Bereits heute (19.30 Uhr) steigt die brisante Finalrevanche beim „Erzrivalen“ Wuppertaler SV an. Der Aufsteiger hatte mit dem späten Ausgleichstreffer (90.+3) von Ercan Aydogmus bei der U 23 von Fortuna Düsseldorf (2:2) erneut großes Kämpferherz bewiesen.

Für die Partie gegen RWE haben sich die Verantwortlichen des WSV unter dem Motto „10.000 + X“ eine ganz besondere Wette einfallen lassen. Sollten mehr als 10.000 Zuschauern das Duell mit dem Deutschen Meister von 1955 im Stadion am Zoo verfolgen, dann reduziert der Klub unter anderem für den Rest der Woche die Preise im Fanshop, ein Sponsor verteilt kostenlose „Schwebebahn-Waffeln“. Sportdirektor Manuel Bölstler, Trainer Stefan Vollmerhausen und die Spieler erklärten sich für den Fall einer fünfstelligen Kulisse außerdem bereit, für einen gemeinnützigen Zweck zu backen. Beim letzten Derby gegen RWE (2:2) in der Saison 2012/2013 fanden 5.500 Zuschauer den Weg ins Stadion.

Für RWE-Neuzugang Dennis Malura (Foto) ist das Derby beim WSV auch eine Reise in die eigene Vergangenheit. Der 32-Jährige unterschrieb 2005 bei den Bergischen seinen ersten Profivertrag. „Ich habe beim WSV viel gelernt, freue mich auf das Wiedersehen“, sagt der zweifache Familienvater gegenüber dem kicker. „Mit Manuel Bölstler habe ich in Wuppertal und später auch für Rot-Weiß Erfurt zusammengespielt, kenne auch Stefan Vollmerhausen ganz gut. Aber Dienstag muss die Freundschaft für 90 Minuten ruhen“, blickt Malura nach vorne. Es gibt aber auch noch einen anderen Grund, warum der 1,87 Meter große Rechtsverteidiger, der es auf acht Zweitliga- und 155 Drittligaeinsätze gebracht hat, hoch motiviert ist. Sohn Phil feiert am Dienstag seinen zweiten Geburtstag. „Drei Punkte wären da nicht schlecht“, sagt der stolze Papa.

Trotz des guten Saisonstarts läuft bei RWE die Suche nach einem weiteren Stürmer auf Hochtouren. Emre Yesilova (jetzt Rot Weiss Ahlen) und Joachim Osvold (FK Bodö Glimt/Norwegen) stehen nicht mehr auf der Gehaltsliste. „Wir wollen noch etwas machen, stehen mit zwei erfahrenen Drittliga-Stürmern in Kontakt“, verrät der Sportliche Leiter Jürgen Lucas. Eine schnelle Einigung scheint aber eher unwahrscheinlich. „Es muss auch finanziell passen. Noch liegen wir weit auseinander“, so Lucas.

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