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RW Essen: Neuer Anlauf beim TuS Grevenbroich

RWE-Trainer Sven Demandt will schon bald wieder Siege feiern.

Rot-Weiss Essens Trainer Sven Demandt wollte nach der hauchdünnen DFB-Pokalniederlage gegen den Zweitligisten Arminia Bielefeld (6:7 nach Elfmeterschießen) erst gar keine Enttäuschung an der Hafenstraße aufkommen lassen. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, die alles gegeben hat“, sagte der 51-Jährige. Der Regionalligist zeigte während der 120 Minuten große Moral, holte zweimal einen Rückstand auf und erkämpfte sich trotz Unterzahl (Gelb-Rote Karte für Patrick Huckle/61.) das Elfmeterschießen. Dort scheiterte nur Dennis Malura, der zuvor als Torschütze zum 1:1 geglänzt hatte.

Wie schon vor einem Jahr (1:3 im Elfmeterschießen gegen Fortuna Düsseldorf) verpassten die Essener erneut denkbar knapp die garantierten 268.000 Euro TV-Prämien für das Erreichen der zweiten Runde. Am Plan, einen weiteren Stürmer zu verpflichten, ändert das Ausscheiden aber nichts. „Die zusätzlichen Einnahmen hätten die Suche sicherlich extrem erleichtert“, sagte der Sportliche Leiter Jürgen Lucas gegenüber dem kicker. „Ich bin dennoch davon überzeugt, dass wir bis zum Transferschluss am 31. August eine Lösung hinbekommen werden. Sollte es nicht klappen, hat die Mannschaft allerdings gegen Bielefeld gezeigt, zu welchen Leistungen sie auch in der aktuellen Besetzung fähig ist.“

Dass es nicht zu einer Überraschung gereicht hatte, lag auch an Huckles umstrittenem Platzverweis. „Ich war im Zweikampf eher am Ball als mein Gegenspieler, bin mir keiner Schuld bewusst“, beteuerte der 32-Jährige. „Für die Mannschaft tut es mir leid. Sie hätte das Weiterkommen verdient gehabt.“ Zumindest fragwürdig war allerdings auch die Elfmeter-Entscheidung zu Gunsten der Essener, als Routinier Frank Löning nach einem Duell mit Arminia-Schlussmann Wolfgang Hesl im Strafraum zu Fall gekommen war. „Ich hätte mich nicht beschweren können, wenn der Schiedsrichter nicht gepfiffen hätte“, meinte Löning süffisant. Kapitän Benjamin Baier (Foto) verwandelte sicher zum 2:2.

Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit hielten die Rot-Weissen die Partie jederzeit offen. Mittelfeldspieler Kevin Grund brachte es auf den Punkt: „Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war nichts zu sehen.“ Selbst die Bielefelder wollten da nicht widersprechen.

Bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) geht es für RWE weiter. Dann steht für den Titelverteidiger das Erstrundenspiel im Niederrheinpokal beim Bezirksligisten TuS Grevenbroich auf dem Programm. Dort soll ein neuer Anlauf in Richtung DFB-Pokal-Teilnahme gestartet werden. Drei Tage später (Samstag, 27. August, 14 Uhr) gastiert die U 23 von Borussia Mönchengladbach zum Spitzenspiel an der Hafenstraße. „Wenn wir weiterhin mit dieser Leidenschaft spielen, werden wir auch wieder Siege feiern“, blickt Trainer Demandt optimistisch nach vorne.

 

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