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Galopp Dortmund: Erneut Stutenpower im St. Leger?

Techno Queen und Weltmacht werden heute als Favoritinnen starten.

Eine frühe Anreise soll sich am heutigen Sonntag lohnen: Die Galopprennbahn in Dortmund-Wambel öffnet schon um 11 Uhr ihre Pforten. Der Rennverein hat ein kleines Oktoberfest geplant mit Livemusik der Mühlbachtaler Musikanten und mit bayerischen Schmankerl in der Wetthalle. Sportlich geht es dann um 13.30 Uhr mit dem ersten von insgesamt acht Rennen los. Inhaber einer Jahres- oder Abonnementskarte der Dortmunder Verkehrswerke („DSW21“) haben freien Eintritt.

Im Mittelpunkt des Renntages steht das 132. Deutsche St. Leger. Der mit 55.000 Euro dotierte Klassiker über 2.800 Meter ist mit elf Teilnehmern stark besetzt. Drei Dreijährige messen sich mit den älteren Jahrgängen. Wie zuletzt werden den Stuten die besten Chancen eingeräumt – allen voran den beiden fünfjährigen Techno Queen und Weltmacht. Beide führen den Wettmarkt an. Ebenfalls chancenreich sehen die Buchmacher die dreijährige Stute She’s Gina. In den letzten drei Jahren hatte stets eine Stute das St. Leger gewonnen. 2013 war das Hey Little Görl aus dem Trainingsquartier von Markus Klug (Köln-Heumar), der diesmal sogar vier Pferde ins Rennen schickt – neben Weltmacht und She’s Gina auch noch Near England und Bebe Cherie.

St. Leger ist seit 2007 offen für ältere Jahrgänge

Das St. Leger ist eine Art Meisterschaft der Steher. Es wurde erstmals 1881 in Hannover ausgetragen, Sieger war Blue Monkey. Seit 1950 hat es seinen festen Platz in Dortmund, die Stadtwerke der Ruhr-Metropole sind seit 2004 als Partner an Bord. Das St. Leger gehört zu den fünf so genannten klassischen Rennen, die ursprünglich nur dreijährigen Pferden vorbehalten waren. Dazu zählen das Deutsche Derby (Hamburg-Horn) und das Mehl-Mülhens-Rennen (Köln) sowie die beiden Stuten-Prüfungen Preis der Diana und German 1000 Guineas (beide in Düsseldorf gelaufen).

Seit 2007 dürfen im St. Leger auch ältere Pferde antreten. Damit ist das St. Leger das wichtigste Galopprennen für dreijährige und ältere Pferde auf Distanzen jenseits von 2.400 Meter. 2007 war der damals fünfjährige El Tango, trainiert von Peter Schiergen (Köln), der erste nicht dreijährige Gewinner und damit auch der erste Doppelsieger, da er bereits 2006 triumphiert hatte. Seit der Öffnung 2007 haben die älteren Jahrgänge einen leichten Vorteil: Es steht 5:4 dank des Erfolges im Vorjahr durch die damals vierjährige Stute Virginia Sun.

Auktionsrennen erinnert an Dietrich Hesse und Alfred Zimmermann

Das St. Leger ist das siebte Rennen des Tages und wird um ca. 16.45 Uhr gestartet. Zuvor gibt es mit dem BBAG Auktionsrennen Dortmund einen ersten sportlichen Höhepunkt. Die mit 52.000 Euro dotierte vierte Tagesprüfung (Start um ca. 15 Uhr) über 1.400 Meter ist zweijährigen Stuten vorbehalten. Auch hier laufen elf Pferde. Alwina aus dem Stall von Henk Grewe (Köln) trägt das Höchstgewicht. Sie war zuletzt gute Zweite im BBAG Auktionsrennen Iffezheim.  Das Auktionsrennen Dortmund wird in Erinnerung an die kürzlich verstorbenen, ehemaligen Vorstände des Dortmunder Rennvereins, Dietrich Hesse und Alfred Zimmermann, gelaufen. Nach dem vierten Rennen ist im Absattelring eine kleine Gedenkfeier geplant.

Im achten und  letzten Rennen des Tages (17.15 Uhr) wird noch einmal eine Viererwette mit 10.000 Euro Garantiezahlung ausgespielt. Hier laufen 14 Pferde. Eine erste Viererwette – ebenfalls mit 10.000 Euro garantiert – gibt es bereits im fünften Rennen (15.40 Uhr) mit 13 Teilnehmern.

 

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