Startseite / Fußball / Regionalliga / Regionalliga West / SGW 09: „Wohlfühlfaktor“ ein Erfolgsgarant

SGW 09: „Wohlfühlfaktor“ ein Erfolgsgarant

Lohrheide-Kicker gehören erneut zu den Überraschungen.

Die SG Wattenscheid 09 gehört erneut zu den positiven Überraschungen in der Regionalliga West. Dank des 2:0-Auswärtssieges über Aufsteiger und Schlusslicht TSG Sprockhövel mischt die Mannschaft von SGW-Trainer Farat Toku im „Konzert der Großen“ mit. Vor den Lohrheide-Kickern rangieren nur die U 23-Mannschaften von Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund sowie Viktoria Köln.

Schon in der letzten Saison hatten die finanziell alles andere als auf Rosen gebetteten Wattenscheider lange in der Spitzengruppe mitgemischt und die Saison auf Rang acht abgeschlossen. Dass es nun wieder so gut läuft, war nicht unbedingt zu erwarten. Denn hinter Wattenscheid liegt ein großer Umbruch. Toku und Sportvorstand Hartmut Fahnenstich mussten innerhalb kurzer Zeit eine nahezu komplett neue Mannschaft aus dem Boden stampfen. Von den Stammspielern der Vorsaison waren nur Torhüter Edin Sancaktar sowie die Spielgestalter Manuel Glowacz und Nico Buckmaier in der Lohrheide geblieben.

Einer der Neuen ist Daniel Keita-Ruel (Foto). Der 21-jährige Stürmer ging in der letzten Spielzeit noch in der Oberliga für Ratingen 04/19 auf Torejagd. Für Wattenscheid war er in den vergangenen zwei Partien dreimal erfolgreich. Beim 5:0-Kantersieg erzielte er zwei, in Sprockhövel auf eher ungewohntem Kunstrasen einen Treffer. Insgesamt steht Keita-Ruel bei vier Saisontoren. „Ich habe mich in Wattenscheid von Anfang an wohl gefühlt“, sagt der Deutsch-Franzose im Gespräch mit dem kicker. „Unser Trainer Farat Toku sorgt dafür, dass es bei uns auf und neben dem Platz familiär zugeht. Zwischen allen besteht ein super Kontakt. Das ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg.“

Keita-Ruel selbst war nicht immer der Einfachste. Rund dreieinhalb Jahre war er weg vom Fenster. Grund: Eine Haftstrafe wegen einer Überfallserie, bei denen er gemeinsam mit „falschen Freunden“ rund 100.000 Euro erbeutete. „Ich habe aus meinen Fehlern gelernt“, so der Stürmer. „Früher war mein Körper auf Vollprofitum ausgerichtet, aber mein Kopf Kreisklasse. Mittlerweile bin ich im Einklang. Körper und Kopf konzentrieren sich voll und ganz auf Fußball.“

Ihren Höhenflug können die Wattenscheider schon Mittwoch in der Partie bei der U 21 des 1. FC Köln fortsetzen. Dann ist der dritte Sieg in Folge und ein weiterer Sprung in der Tabelle möglich. „Das interessiert uns allenfalls am Rande. Unser erstes Ziel ist und bleibt der Klassenverbleib“, trifft Keita-Ruel damit wohl ziemlich genau den Nerv seines Trainers. Der sagt nämlich: „Die Saison ist noch lang. Wir haben einen kleinen Kader. Da darf nicht viel passieren. Wir haben jetzt mit 16 Zählern eine ganz gute Basis geschaffen. Soweit ich mich erinnere, ist mit dieser Punktzahl aber noch kein Team in der Liga geblieben“, meint der 36-jährige A-Lizenz-Inhaber mit einem Augenzwinkern.

 

Das könnte Sie interessieren:

8.471 Euro! Rot-Weiß Oberhausens Spendenaktion voller Erfolg

Erlöse stammen aus Versteigerungen von Sondertrikots der „Kleeblätter“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.