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RW Ahlen: Spruchkammer muss jetzt entscheiden

Nach Spielabbruch in der Nachspielzeit gegen Mönchengladbachs U 23.

Nach dem Abbruch des Regionalliga West-Spiels zwischen Rot Weiss Ahlen und der U 23 von Borussia Mönchengladbach (beim Stand von 2:3 in der Nachspielzeit) muss demnächst die Spruchkammer des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) über die Spielwertung entscheiden. „Ich habe den Fall bereits an die Spruchkammer zur sportgerichtlichen Entscheidung weitergeleitet“, sagte Staffelleiter Reinhold Spohn (Herne) am Samstagvormittag gegenüber MSPW.

Schiedsrichter Christopher Schütter (Werl) hatte die Partie vorzeitig beendet, nachdem sein Assistent Tobias Severins (Rheda-Wiedenbrück) von einer Plastikflasche im Nacken getroffen worden war. Diese hatte Ahlens Co-Trainer Svante Rasmus aus Frust über den vermeintlichen Gladbacher Siegtreffer durch den eingewechselten Mike Feigenspan (90.+2) neben der Bank weggetreten und damit nach eigenen Angaben unabsichtlich den Schiedsrichter-Assistenten getroffen. Die Unparteiischen werteten das jedoch als „tätlichen Angriff“, waren deshalb auch nicht mehr bereit, die Partie nach einer Unterbrechung ordnungsgemäß zu beenden.

Wie die Spruchkammer nun mit der Spielwertung umgeht, ist offen. Denkbar wäre eine 2:0-Wertung für die Gäste aus Gladbach, eventuell auch eine Bestätigung des Endergebnisses 3:2 für die Borussia (da nur noch wenige Sekunden zu spielen waren) oder – zumindest theoretisch – auch die Neuansetzung des Spiels.

„Für uns ist der Spielabbruch – abseits der sportlichen Niederlage – sehr ärgerlich. Denn diese bedauerliche Sache wird uns Geld kosten, das wir eigentlich nicht haben“, sagt RWA-Vorsitzender Dirk Neuhaus gegenüber MSPW: „Dass der Schiedsrichter-Assistent von der Flasche getroffen wurde, tut uns sehr leid. Unser Co-Trainer hat sich noch auf dem Platz sofort entschuldigt. Es war definitiv keine Absicht. Es lag auch keine gravierende Verletzung vor. Deshalb finde ich es sehr schade, dass die Partie nicht mehr zu Ende geführt werden konnte. Wir müssen jetzt abwarten, was da auf uns zukommt.“ Als sicher gilt, dass neben dem Verein auch Co-Trainer Rasmus mit einer Strafe rechnen muss.

Zum Vergleich: In der Regionalliga Südwest gab es erst vor wenigen Tagen einen ähnlichen Fall. Beim Spiel zwischen der SV 07 Elversberg und dem SSV Ulm 1846 Fußball (2:1) war der Schiedsrichter in der 87. Minute von einem Feuerzeug aus dem Elversberger Fanblock getroffen worden. Die Partie wurde für rund 25 Minuten unterbrochen, ehe die verbleibenden Minuten doch noch bis zum regulären Abpfiff „nachgespielt“ wurden. Ein Einspruch des SSV Ulm 1846 Fußball gegen die Spielwertung blieb beim Sportgericht der Regionalliga Südwest ohne Erfolg.

 

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