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RWE-Sportchef Lucas: Nicht unser Anspruch

RWE-Sportdirektor nach 1:2 bei Fortuna Düsseldorf II gefrustet.lucas-juergen
Auch 24 Stunden nach dem bitteren Jahresabschluss (1:2 im Nachholspiel bei der U 23 von Fortuna Düsseldorf) war bei der Weihnachtsfeier von Rot-Weiss Essen die Enttäuschung deutlich spürbar. „Das wird uns mit Sicherheit noch einige Tage nachhängen. Der Stachel sitzt schon tief“, nahm Sportdirektor Jürgen Lucas (Foto) im Gespräch mit kicker und MSPW kein Blatt vor den Mund: „Wir hatten uns fest vorgenommen, uns mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu verabschieden, konnten aber nicht an die zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen.“

Weniger das Ende der Positivserie von zehn Partien ohne Niederlage, als vielmehr die Art und Weise des Auftretens wurmte auch Cheftrainer Sven Demandt. „Das war total unnötig“, ärgerte sich der Ex-Profi nach dem missglückten Wiedersehen mit seinem langjährigen Verein. „Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gekommen, hatten keinen Zugriff, waren bei den Gegentoren nicht aufmerksam und haben uns auch vor dem entscheidenden Freistoß nicht clever verhalten, sondern uns ein blödes Foulspiel geleistet“, fasste Sportchef Lucas zusammen, nachdem er sich noch in der Nacht die ernüchternde Partie noch einmal auf Video angesehen hatte: „Deshalb hat die Steigerung nach der Pause auch nicht mehr für einen durchaus möglichen Punktgewinn gereicht.“

Lucas‘ Fazit zur Winterpause fällt denn auch gemischt aus. „Nach dem Fast-Abstieg in der letzten Saison ist der jetzige vierte Tabellenplatz ganz sicher in Ordnung, zumal wir auch erneut das Halbfinale um den Niederrheinpokal erreicht haben“, so der 47-Jährige: „Der Abstand von zwölf Punkten zur Spitze ist aber zu groß, um zufrieden sein zu können. Das kann nicht unser Anspruch sein. Da bleibt uns im neuen Jahr noch jede Menge Arbeit, um möglichst näher an die Topmannschaften heranzukommen.“

Auch in den kommenden Tagen ist für Demandt und Lucas noch nicht an Urlaub zu denken, die eine oder andere Personalie dürfte noch diskutiert werden. So sind die Rot-Weissen offenbar durchaus bereit, dem einen oder anderen Wechselwunsch von Spielern aus der zweiten Reihe nachzukommen. Während sich mit Rechtsverteidiger Timo Becker und Mittelfeldspieler Nico Lucas zwei Eigengewächse aus der eigenen U 19 zuletzt sogar einen Stammplatz erkämpfen konnten, blieben weitere Nachwuchskräfte wie Abwehrspieler Leroy Kwadwo oder Offensivspieler Emre Demircan praktisch komplett ohne Einsatzzeit. „Wenn ein Wechsel Sinn macht, werden wir uns nicht dagegen sperren“, betont Jürgen Lucas.

Dass sich allerdings auch einige etablierte, zuletzt aber nicht häufig berücksichtigte RWE-Kicker – wie etwa Vojno Jesic, Richard Weber, Gino Windmüller oder Andreas Ivan – ebenfalls verändern wollen, damit rechnet Lucas nicht. „Diese Spieler gehören zu unserem Stammkader. Da werden wir von uns auch nicht aktiv werden.“

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