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Ex-Bundesligaschiedsrichter Hellmut Krug: „Videobeweis kommt“

Ab nächster Saison sollen Fehlentscheidungen deutlich reduziert werden.


Der aus Gelsenkirchen stammende Ex-Bundesligaschiedsrichter Hellmut Krug (Foto) geht davon aus, dass der Videobeweis, der sich aktuell noch in der Testphase befindet, Einzug in den Profifußball halten wird. „Der Videobeweis wird kommen. Ich rechne damit, dass er auch bei der WM 2018 getestet wird“, sagte der 60-Jährige, der inzwischen als Schiedsrichter-Beauftragter für die Deutsche Fußball-Liga (DFL) arbeitet, dem „Express“.

In Frankfurt stellten DFB und DFL die Ergebnisse einer Testphase aus dieser Saison vor. Von 44 klaren Fehlentscheidungen bis zur Winterpause hätten demnach 33 durch den Video-Schiedsrichter aufgeklärt werden können.

Während der Bundesliga-Rückrunde werden das Projektteam und die Schiedsrichter zusammen mit ihren Dienstleistern die Proben fortsetzen. Vor allem das Zusammenspiel aus Video-Assistent und technischem Operator, der aus dem Angebot der verschiedenen TV-Kameras im Stadion das ideale Bild für die Auflösung einer kribbligen Situation finden muss, soll noch weiter verfeinert werden. Teamwork entscheidet. Außerdem sind Pre-Live-Tests geplant – arrangierte Spiele, etwa mit Beteiligung von Juniorenmannschaften aus Bundesligaklubs, bei denen Video-Assistent und Schiedsrichter via Funk miteinander kommunizieren werden. Eine Art Generalprobe. Sukzessive nähern sich DFB und DFL dem optimalen Zustand, gewinnen neue Erkenntnisse und sammeln Erfahrungswerte.

Es ist das Ziel, dass ab August 2017 der Video-Assistent bei allen Bundesligaspielen eingeführt werden kann. Deutschlands höchste Spielklasse würde somit eine weltweite Vorreiterrolle einnehmen.

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