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SC Paderborn 07 kämpft um die Existenz

Ehemaligen Bundesligisten plagen erhebliche finanzielle Probleme.


21. September 2014: Der SC Paderborn 07 erobert als Aufsteiger durch ein 2:0 über Hannover 96 sensationell die Tabellenführung in der Bundesliga. 7. März 2017: Der SCP belegt nach zwei Abstiegen in Folge auch in der 3. Liga einen Abstiegsplatz – und hat zusätzlich noch mit erheblichen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. „Wenn wir nicht komplett umdenken, ist Paderborn kein geeigneter Standort für Profifußball“, stellte Präsident Wilfried Finke (Foto) bei der Mitgliederversammlung am Montagabend klar – und warb intensiv um finanzielle Unterstützung: „Die aktuellen Lasten führen dazu, dass wir in der 3. Liga nicht überlebensfähig sind.“ Bis Mitte Mai will der SCP eine Lösung finden, um die Lizenzerteilung für die nächste Saison zu sichern.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Elmar Volkmann hatte zuvor die wirtschaftlichen Zahlen präsentiert. In der Zweitliga-Saison 2015/2016 gab es einen Jahresfehlbetrag von 1,164 Millionen Euro, der jedoch durch einen Gewinn aus dem Vorjahr gedeckt war. Zum 31. Dezember 2016 war der SCP dann erstmals wieder in ein negatives Eigenkapital gerutscht. Bis zum 30. Juni 2017 prognostizierte Volkmann ein negatives Eigenkapital von 2,51 Millionen Euro.

Finke, im Dezember 2016 nach kurzer Auszeit als Präsident zurückgekehrt, erklärt: „Die Stadiongesellschaft und Gremienmitglieder haben dem Verein mehr als vier Millionen Euro an Darlehen zur Verfügung gestellt.“ Wegen der stark zurückgegangenen Einnahmen benötige der Verein jedoch weitere Hilfe.

Vizepräsident Dr. Rudolf Christa verdeutlichte in seiner Rede, dass Gespräche zur Auslagerung des Profibereichs laufen. Über den weiteren Verlauf will die Vereinsspitze die Mitglieder regelmäßig informieren. Dr. Christa: „Wir suchen Helden, die im positiven Sinne verrückt sind und sich finanziell engagieren“.

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