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Galopp: Derby-Kandidaten am Mülheimer Raffelberg

Erster Renntag des Jahres beginnt Samstag bereits um 11.35 Uhr.
Es ist soweit: Nach der Winterpause geht es heute auf der Galopprennbahn in Mülheim wieder rund. Acht Rennen stehen bei der Saisonpremiere auf der Familien-Rennbahn am Raffelberg auf dem Programm. Nahezu alle Stars der Szene sind dabei. Der Start der ersten Prüfung ist für 11.35 Uhr geplant. Dabei wird entschieden, wer sich den inoffiziellen Titel „Erster Mülheimer Sieger des Jahres 2017“ sichern kann.

Frühes Kommen lohnt sich. Denn gleich zum Auftakt kämpfen Traditionsgestüte, Spitzentrainer und Top-Jockeys um den Sieg. Chancen auf einen Erfolg in dem mit 5.100 Euro dotierten ersten Rennen hat unter anderem der dreijährige Hengst mit dem ungewöhnlichen Namen „Simon de Vlieger“ aus dem Quartier des aktuellen Trainerchampions Markus Klug (Köln-Heumar). Simon de Vlieger, der dem Gestüt Görlsdorf aus Angermünde (Brandenburg) gehört, bekommt es über die 1.600 Meter-Distanz mit sieben gleichaltrigen Gegnern zu tun. Jockey von Simon de Vlieger ist der „Fliegende Holländer“ Adrie de Vries (Oudewater), der zu den Spitzenkönnern seines Fachs gehört.

Dass Besitzer und Trainer durchaus einiges von ihrem Schützling halten, beweist die Nennung von Simon de Vlieger für das mit 650.000 Euro dotierte Deutsche Galopper-Derby am 2. Juli auf der Rennbahn in Hamburg-Horn. „Allerdings muss er erst einmal unter Beweis stellen, dass er die Distanz draufhat“, schränkt Klug ein. Im Vergleich zum Mülheimer Aufgalopp sind später im Derby 800 Meter mehr – also 2.400 Meter – gefordert.

Der erste und einzige Start von Simon de Vlieger liegt schon eine Weile zurück. Noch als Zweijähriger belegte er in einem 5.100 Euro-Rennen über 1.200 Meter in Hannover einen dritten Platz. In Mülheim geht er nun zum ersten Mal als Dreijähriger an den Start. Markus Klug, der das Deutsche Derby 2014 mit Sea The Moon schon einmal gewinnen konnte, sieht seinen Starter gut gerüstet. „Im Training ging er ganz gut“, meint Klug. „Unser Stalljockey Adrie de Vries kennt Simon de Vlieger aus der Arbeit. Das ist sicher ein Vorteil. Allerdings ist der Hengst ohnehin ein unkompliziertes Pferd.“

Neben Simon de Vlieger verfügt noch ein weiterer der acht Starter im ersten Raffelberger Rennen des Jahres 2017 über eine Nennung für das „Blaue Band“ in Hamburg-Horn. Für den Bergheimer Stall Ullmann von Georg Baron von Ullmann (Bergheim/London) schickt Trainer und Ex-Jockey Jean-Pierre Carvalho den Hengst Magellan ins Rennen. Anfang April gab er seinen Saisoneinstand, der in Berlin-Hoppegarten (5.100 Euro-Rennen) unter dem Mülheimer Jockey Michael Cadeddu auf einem dritten Rang endete. Am Raffelberg wird Magellan vom aktuellen deutschen Champion Filip Minarik (Köln) geritten.

Für den Stall Nizza von Jürgen Imm (Freiburg) nimmt der von Peter Schiergen (Köln) trainierte Zoltan den Raffelberger Aufgalopp in Angriff. Für den Hengst wird es damit zum ersten Mal ernst. Ein Rennen hat er bisher nämlich noch nicht bestritten. Der neunmalige deutsche Jockey-Champion Andrasch Starke (Köln) reitet Zoltan. Starke war bis vor wenigen Tagen noch in Japan engagiert, trug sich dort gleich mehrfach in die Siegerlisten ein und war auch gleich bei seinem Deutschland-Comeback am Ostermontag in Köln wieder erfolgreich.

Chancen auf einen Spitzenplatz dürfte sich auch Trainer Andreas Wöhler (Gütersloh) ausrechnen. Der Erfolgstrainer aus Ostwestfalen hat mit Yaa Salaam (Jockey: Eduardo Pedroza/Ravensberg) einen Hengst aus dem Besitz von Geschäftsmann Jaber Abdullah (Dubai) am Start. Yaa Salaam kam allerdings bei seinem ersten und bislang einzigen Auftritt im letzten Jahr Ende Oktober in Köln (5.100 Euro-Rennen) nicht über Rang fünf hinaus.

Die Mülheimer Farben werden von Zaletta vertreten, die am Raffelberg von Jens Hirschberger (Foto) für das Traditions-Gestüt Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter-Michael Endres (Duisburg) vorbereitet wird. Die Stute steht unter Hirschbergers Stalljockey und Ex-Champion Alexander Pietsch (Köln) ebenfalls vor ihrem ersten Karriere-Auftritt.

Der einzige der acht Starter, der schon einmal ein Rennen gewinnen konnte, ist die von Sascha Smrczek in Düsseldorf vorbereitete Stute Silver Cloud (Jockey: Bayarsaikhan Ganbat /Düsseldorf). Gleich bei ihrem ersten Start als Zweijährige war sie auf der Heimatbahn erfolgreich. Der erfahrene Trainer Christian von der Recke (Weilerswist) hofft auf ein gutes Abschneiden von Sarita (Jozef Bojko/Gütersloh). Waldemar Hickst (Köln) setzt auf den Debütanten Kanji (Marc Robert Lerner/Köln).

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