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Galopp: Bruce Hellier war ganz nah dran am Heimsieg

Mülheim: Rund 4.500 Zuschauer beim Saisonauftakt am Raffelberg.


Auf den ersten Heimsieg in dieser Saison müssen die Galoppertrainer vom Mülheimer Raffelberg noch mindestens bis zum zweiten Renntag am Samstag, 13. Mai, warten. Beim Saisonauftakt vor rund 4.500 Zuschauern reichte es noch nicht für den Spitzenplatz. Am nächsten dran war der englische Trainer-Routinier Bruce Hellier. Der 76-Jährige freute sich über Rang zwei von Warm Reception mit Maxim Pecheur (Saarbrücken) im Sattel im abschließenden 6.000 Euro-Rennen über die Sprintdistanz von 1.200 Metern.

Die fünfjährige Hellier-Stute Warm Reception musste sich nur dem vierjährigen Wallach Adventure Zone geschlagen geben. Der Schützling von Henk Grewe (Köln) gewann leicht mit eineinviertel Längen. Jockey war Ali Alshowaikh aus Bahrain, der sich seit kurzem bei Grewe in der Ausbildung befindet und der einen Lauf hat. Von fünf Starts in diesem Jahr seit seinem Wechsel vom Nahen Osten ins Rheinland gewann Alshowaikh nicht weniger als fünf.

Hellier war mit dem Abschneiden von Warm Reception auf der Heimatbahn zufrieden. „Anfang April hat er in Krefeld keine gute Form gezeigt und ist nur Zehnter geworden. Dafür hat er sich nun rehabilitiert. Ich hoffe, dass es nun auch so weitergeht“, so der Brite, der Mitte Mai seinen 77. Geburtstag feiert.

Für die anderen Mülheimer Trainer lief es recht durchwachsen. Jens Hirschberger konnte im einleitenden Dreijährigen-Rennen (5.100 Euro) einen dritten Platz von Zaletta verzeichnen. Yasmin Almenräders Southern Comfort (4.000 Euro-Rennen) wurde Siebter, Kazzira (5.200 Euro) aus dem Stall von Julia Römich kam ebenfalls auf Rang sieben.

Neben Ali Alshowaikh schaffte noch ein weiterer Jockey bei der Acht-Rennen-Veranstaltung zum Saisonauftakt am Raffelberg zwei Siege. Der „Fliegende Holländer“ Adrie de Vries (Oudewater, NL) trug sich mit dem 279:10-Außenseiter Heavensfield (4.000 Euro) sowie mit Leo Major (5.200 Euro) in die Siegerliste ein.

Zu einem der deutlichsten Treffer auf dem Mülheimer 2.000 Meter-Oval kam die von Andreas Wöhler (Gütersloh) trainierte Fons Salera (Foto) als 18:10-Favoritin in einem 1.300 Meter-Sprintrennen (6.000 Euro) für Dreijährige. Unter dem viermaligen Championjockey Eduardo Pedroza (Ravensberg) ließ die Stute der Konkurrenz kaum eine Chance und gewann überlegen mit mehr als drei Längen Vorsprung. „Ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl“, gab Pedroza zu Protokoll. „Ich musste nicht einmal viel eingreifen. Fons Salera hat fast alles von allein gemacht. Das war mehr als ordentlich.“

Auch Susanne Wöhler, die Ehefrau von Erfolgstrainer Andreas Wöhler, war zufrieden: „Zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr dachte mein Mann, Fons Salera sei eine der besten Zweijährigen, die er je hatte. Leider gab es danach einige Rückschläge in der Entwicklung. Die Art und Weise des Sieges in Mülheim war nun aber nicht so schlecht und lässt für die Zukunft hoffen. Mal sehen, wie sie sich gegen gehobenere Konkurrenz schlägt.“

Nach acht Rennen im Raffelberg stand ein Gesamtumsatz von 108.659 Euro zu Buche. Der Anteil der Außenwetten betrug exakt 52.000 Euro. „Dass trotz der nicht ganz optimalen Witterungsbedingungen so viele Leute auf der Rennbahn waren, macht Lust auf mehr“, sagt Rennvereins-Präsident Hans-Martin Schlebusch.

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