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BVB äußert sich zur Trennung von Trainer Tuchel

43-jähriger Fußball-Lehrer muss DFB-Pokalsieger nach zwei Jahren verlassen.
Bereits ein Jahr vor dem eigentlichen Vertragsende (2018) muss Trainer Thomas Tuchel (Foto) den Fußball-Bundesligisten und frischgebackenen DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund verlassen. Die Trennung, die sich bereits seit Monaten angedeutet hatte, wurde am Dienstag offiziell vollzogen. Seit dem 1. Juli 2015 war der inzwischen 43-jährige Tuchel als Nachfolger von Jürgen Klopp (inzwischen FC Liverpool/England) im Amt.

„Ich bin dankbar für zwei schöne, ereignisreiche und aufregende Jahre. Schade, dass es nicht weitergeht“, schrieb Tuchel auf seinem gerade erst neu eingerichteten offiziellen Twitter-Account und bestätigte damit die Trennung: „Danke an die Fans, an die Mannschaft, an den Staff und an alle, die uns unterstützt haben. Wünsche dem BVB alles Gute.“

Laut Punkteschnitt (2,12) ist er der erfolgreichste BVB-Trainer überhaupt. Er führte die Dortmunder in der Bundesliga auf die Plätze zwei und drei, erreichte jeweils die Champions League. Mit dem Triumph im Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt (2:1) holte Thomas Tuchel seinen ersten großen Titel als Profitrainer. Zuvor hatte er die U 19 des FSV Mainz 05 bereits zur Deutschen A-Junioren-Meisterschaft geführt.

Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung dauerte das als „Saisonanalyse“ angekündigte Gespräch zwischen der Vereinsspitze um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sowie Tuchel und dessen Berater Olaf Meinking im BVB-Mannschaftshotel L’Arrivée“ gerade einmal 21 Minuten.

Inzwischen hat auch Borussia Dortmund eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht, ohne auf die genauen Gründe für die Trennung einzugehen. Sie sollen aber weder im sportlichen Bereich liegen noch allein durch Meinungsverschiedenheiten zwischen Thomas Tuchel und Hans-Joachim Watzke begründet sein.

Die Erklärung des BVB im Wortlaut:

„Der achtmalige Deutsche Meister Borussia Dortmund und Trainer Thomas Tuchel gehen ab sofort getrennte Wege. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Hans-Joachim Watzke (Vorsitzender der Geschäftsführung), Michael Zorc (Sportdirektor), Thomas Tuchel und dessen Berater Olaf Meinking, das am heutigen Dienstag stattgefunden hat.

Wir bedanken uns bei Thomas Tuchel und seinem Trainerstab für die sportlich erfolgreiche Arbeit beim BVB, die am Samstag im DFB-Pokalsieg in Berlin gegen Eintracht Frankfurt ihren verdienten Höhepunkt fand. Für seine berufliche Zukunft wünschen wir Thomas Tuchel nur das Allerbeste.

Borussia Dortmund als Arbeitgeber wird sich zu den Hintergründen der Trennung, die das Ergebnis eines längeren Prozesses sind und von allen Klubgremien getragen werden, nicht im Detail äußern und bittet im Sinne aller Beteiligten um Verständnis für den Wunsch, dass nicht auf der Basis von Gerüchten bzw. ohne jeden Hintergrund geurteilt wird.

Der BVB legt großen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Ursache der Trennung keinesfalls um eine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Personen handelt. Das Wohl des Vereins Borussia Dortmund, den viel mehr als nur der sportliche Erfolg ausmacht, wird grundsätzlich immer wichtiger sein als Einzelpersonen und mögliche Differenzen zwischen diesen.“

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