Startseite / Fußball / Oberliga / FC Kray: Präsident Oberholz kandidiert nicht mehr

FC Kray: Präsident Oberholz kandidiert nicht mehr

Abschied nach acht Jahren – Nachfolger soll Freitag gewählt werden.
Nach acht Jahren als Präsident des FC Kray legt Günther Oberholz (Foto) sein Amt beim Oberliga-Absteiger nieder. Bei der Mitgliederversammlung am Freitag ab 19.30 Uhr im Vereinslokal „Krayer Hütte“ wird Oberholz nicht mehr kandidieren. Das teilte er in einem persönlichen Statement auf der FCK-Homepage mit. Damit zieht Oberholz, in dessen Amtszeit unter anderem der zweimalige Aufstieg in die Regionalliga West gelang, unter anderem auch die Konsequenzen aus dem Absturz in die Landesliga.

„Der Abstieg aus der Regionalliga West 2016 dagegen war sicherlich aufgrund unserer Voraussetzungen und wirtschaftlichen Möglichkeiten absehbar, der Abstieg aus der Oberliga 2017 aber mehr als ein „Betriebsunfall“. Dafür übernehme ich natürlich auch die Verantwortung. Obwohl ich immer am besten wusste, was gut und schlecht für diesen Verein ist, habe ich Entscheidungen mitgetragen, die nicht dem Seelenleben des FC Kray und dessen Ausrichtung entsprachen“, schreibt Oberholz selbstkritisch: „Es ist an der Zeit, dass jetzt mit frischen Kräften ein Neuaufbau stattfindet und neue Impulse gesetzt werden. Wenn man selbst nicht für diesen zeitraubenden Vereinsjob 100 Prozent Motivation und Begeisterung mehr mitbringt, dann ist es Zeit für einen Wechsel und Neuanfang.“

Mit dem neuen Sportlichen Leiter Hartmut Fahnenstich, Trainer Muhammet Isiktas sowie seinem designierten Nachfolger, der am Freitag gewählt werden soll, sieht Günther Oberholz „seinen“ FC Kray für die Zukunft gut aufgestellt. Er selbst wird sich voraussichtlich beim West-Regionalligisten SG Wattenscheid 09 engagieren, der seit einigen Monaten denselben Hauptsponsor wie der FC Kray hat.

Das komplette Statement von Günther Oberholz im Wortlaut:

„Liebe Mitglieder, liebe Gönner und Freunde des FC Kray,

am kommenden Freitag steht die diesjährige Jahreshauptversammlung für unseren Verein an – nach achtjähriger Amtszeit als Vorsitzender des Vereins werde ich nicht erneut kandidieren und mich als Präsident aus der ersten Reihe des Vereins FC Kray verabschieden.

Ich möchte mich bei allen meinen langjährigen Vorstandskollegen recht herzlich für die stets aufrichtige und intensive ehrenamtliche Unterstützung bei der Vorstandsarbeit bedanken. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dieser Schritt fällt mir leicht – das Gegenteil ist der Fall. Dieser Verein mit seinen unendlich vielen engagierten Menschen ist mir sehr ans Herz gewachsen – deshalb werde ich mich auch nicht so einfach aus dem Staub machen, sondern immer dem FC Kray verbunden bleiben und den Kontakt nie ganz abreißen lassen.

Egal ob Bobby, Gudrun, Renate & Frankie, Olli, Wolle Keiter, unser unvergessener Rudi Risse, die ganze Familie Kuballa, die Krayer Idole Sölle, die Hillebrandts ,Totti und Co. mit den großartigen Supportern und die Männer aus dem Freundeskreis um Heiner und Günter sowie meine beiden großartigen Trainer und Freunde Lars Krüger und Dirk Wissel und mein Fußballziehsohn Ele und langjährige Spieler wie „die Schlange “ Kevin Kehrmann, Rico, Kirill und andere – ich könnte noch ganz viele weitere Namen aufzählen – sie alle haben immer wieder dafür gesorgt, dass der FC Kray in den letzten Jahren eine Herzensangelegenheit für mich war und ist.

Seit 2009 haben wir eine ganze Menge erreicht, unvergessliche Tage und Stunden erlebt ! Aufstieg in die Landesliga 2011, Einweihung der neuen „KrayArena“ im September 2011, Meister der Niederrheinliga und Aufstieg in die Regionalliga West 2012 mit unvergesslichen Siegen über den KFC Uerdingen, Neubau einer überdachten Sitztribüne, Wiederaufstieg in die Regionalliga 2014 und das „Wunder “ Klassenerhalt 2015 mit zwei Derbysiegen über RWE – Danke an alle Beteiligten für diese traumhafte Zeit – „an Tagen wie diesen“ – der Hit von den Toten Hosen passte damals wie Faust aufs Auge zur FCK-Story.

Der Abstieg aus der Regionalliga West 2016 dagegen war sicherlich aufgrund unserer Voraussetzungen und wirtschaftlichen Möglichkeiten absehbar, der Abstieg aus der Oberliga 2017 aber mehr als ein „Betriebsunfall“. Dafür übernehme ich natürlich auch die Verantwortung, denn obwohl ich immer am besten wusste was gut und schlecht für diesen Verein ist, habe ich Entscheidungen mitgetragen, die nicht dem Seelenleben des FC Kray und dessen Ausrichtung entsprachen. Aber so ist das im Sport – es kann nicht immer nur Sieger geben und es ist an der Zeit, dass jetzt mit frischen Kräften ein Neuaufbau stattfindet und neue Impulse gesetzt werden. Wenn man selbst nicht für diesen zeitraubenden Vereinsjob 100 Prozent Motivation und Begeisterung mehr mitbringt, dann ist es Zeit für einen Wechsel und Neuanfang.

Ich freue mich sehr, dass ich nun mit Dr. Hartmut Fahnenstich einen sportlicher Leiter finden konnte, der den FC Kray wieder zurück zu alter Stärke führen wird. Ebenso habe ich mich auch in Abstimmung mit dem übrigen Vorstand auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger gemacht – der sich am Freitagabend dem Mitgliedervotum stellen wird. Ich bin mir ganz sicher, dass die Mitglieder die richtige Wahl am Freitag treffen werden, ganz im Sinne! Bleiben Sie alle dem Verein verbunden, unterstützen Sie weiter den FC Kray – der Verein ist die fußballerische Heimat vieler Menschen und wird auch immer meine Heimat bleiben.

In diesem Sinne
Glückauf – Nur der FCK!

Ihr Günther Oberholz“

Das könnte Sie interessieren:

FC Kray: Mikolajczak will englische Woche perfekt abrunden

Oberliga Niederrhein: Essener am Sonntag bei SC Düsseldorf-West zu Gast.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.