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Westfalia Rhynern kämpft um Regionalliga

Einspruch gegen Nicht-Zulassung eingelegt.


Die Stimmung bei Westfalia Rhynern schwankt zwischen Wut, Enttäuschung und Hoffnung. Die Nachricht des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV), dem Vizemeister der Oberliga Westfalen als einzigem sportlich qualifizierten Klub die Zulassung für die neue Regionalliga-Saison zu verweigern, war ein herber Schlag für den Klub aus dem Hammer Vorort. Der WDFV-Fußballausschuss als zuständiges Gremium hatte Rhynern „wegen nicht erfüllter Bedingungen des Klubs im Bereich der Sicherheit-Mindeststandards“ die Zulassung nicht erteilt.

Konkret geht es um eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Stadioneigentümers (Stadt Hamm) und der örtlich zuständigen Polizeibehörde für Risikospiele in der „EVORA-Arena“, der eigentlichen Spielstätte des Nachbarn Hammer SpVg. Bis zum 31. Mai hätte diese Bedingung erfüllt werden müssen. Das gelang nicht. Stattdessen wurde lediglich eine Absichtserklärung der Stadt vorgelegt, die erforderlichen Baumaßnahmen – beispielsweise zur Fantrennung – bis zum Start der neuen Saison vornehmen zu wollen. Konkret umgesetzt wurden diese Arbeiten allerdings noch nicht. Dabei stieß den Verbandsverantwortlichen vor allem sauer auf, dass die bereits im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur Saison 2015/2016 (Rhynern hatte damals den Aufstieg nur knapp verpasst) aufgeführten Mängel nach wie vor nicht behoben wurden.

Die Sichtweise der Westfalia-Vereinsführung ist naturgemäß etwas anders. „Wir hatten einen Tag vor dem Stichtag noch einen Ortstermin mit dem Verband. Ich verstehe nicht, warum uns nicht schon damals signalisiert wurde, dass die Zulassung auf der Kippe steht“, so der Sportliche Leiter Martin Schiffer im Gespräch mit dem kicker. „Wir waren schon sehr erstaunt, als der negative Bescheid mehr als drei Wochen später bei uns einging.“

Schiffer gibt sich dennoch kämpferisch: „Unser Vorstand hat unmittelbar Einspruch eingelegt. Wir wollen und werden alle möglichen Rechtsmittel ausschöpfen, um für die Teilnahme an der Regionalliga zu kämpfen.“ Die Stadt und auch der Nachbar Hammer SpVg, der als Tabellendritter aus dem gleichen Grund nicht in die 4. Liga nachrücken darf, kündigten ihre Unterstützung an. Unklar ist, wie lange sich das Verfahren noch hinziehen könnte. Der sportliche Absteiger Rot Weiss Ahlen, der von Rhynerns Nicht-Aufstieg profitieren würde, muss sich damit ebenfalls gedulden.

Die Westfalia hat unter ihrem neuen Trainer Holger Wortmann (Foto/für den zum SC Wiedenbrück gewechselten Björn Mehnert) am Freitag das Training aufgenommen. „Wir trainieren für die 4. Liga“, stellt Schiffer klar. „Sonst hätten wir den Auftakt weiter nach hinten schieben müssen.“ Ob jedoch alle Neuzugänge tatsächlich für Rhynern spielen werden, hängt auch von der Zulassung für die Regionalliga ab. Schiffer: „Einige sind nur zu uns gekommen, weil sie in der 4. Liga an den Start gehen wollten. Sie überlegen jetzt selbstverständlich, was sie machen sollen. Für uns ist das alles ein Desaster.“

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