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Galopp Mülheim: Derby-Siegtrainer Markus Klug auf Kurs

Beide Auftaktrennen am Raffelberg gehen an Quartier in Köln-Heumar.
Für Markus Klug, Trainer am berühmten Galopper-Gestüt Röttgen in Köln-Heumar, läuft es aktuell wie am Schnürchen. Drei Wochen nach dem Triumph mit Windstoß im Deutschen Derby in Hamburg-Horn durfte der 41-Jährige am Montagabend beim After-Work-Renntag auf der Galopprennbahn in Mülheim vor rund 1.500 Zuschauern eine nahezu perfekte Ausbeute bejubeln. Klug, der am Raffelberg nur in den ersten beiden Rennen mit Startern engagiert war, durfte sich über zwei Volltreffer freuen.

Gleich in der ersten Tagesprüfung, einem mit 6.000 Euro dotierten Rennen für dreijährige sieglose Stuten („Prix Deauville“), war die Röttgenerin Elaine mit Jockey Martin Seidl (Köln) zum Totokurs von 60:10 für das Klug-Quartier erfolgreich. Dank eines starken Endspurtes fing Elaine die 42:10-Mitfavoritin Nightdance Scala mit Andrasch Starke (Köln) noch ab, siegte am Ende leicht mit zwei Längen. Hinter der von Peter Schiergen (Köln) vorbereiteten Nightdance Scala, die dem Gestüt Wittekindshof (Rüthen) von Hans-Hugo Miebach (Ehrenpräsident des Dortmunder Rennvereins) gehört, belegte Tiganella (69:10) mit Dominik Moser (Soltau) Rang drei.

„Es war ein Rennen ganz nach meinem Geschmack“, strahlte der erfolgreiche Trainer Markus Klug nach seinem insgesamt 30. Saisonsieg: „Elaine war bei ihren letzten Starts nicht ganz so gut drauf, hatte aber schon im Training ihre ansteigende Form angedeutet.“

Die drei Starterinnen aus den Mülheimer Trainingsquartieren von Yasmin Almenräder (Alatea), William Mongil (Amazing Sea Pearl) und Doris Smith (Marina Marshall) landeten im Feld der 13 Teilnehmerinnen auf den letzten drei Plätzen. Während Alatea und Marina Marshall als krasse Außenseiterinnen ins Rennen gegangen waren, genoss Amazing Sea Pearl (37:10) nach einem guten sechsten Platz im französischen Deauville bei den Wettern viel Vertrauen. Lange Zeit lag die Mongil-Stute mit dem viermaligen Championjockey Eduardo Pedroza (Gütersloh) in aussichtsreicher Position an der Innenkante, kam dann aber nicht weiter und fiel noch deutlich zurück.

Pedroza nahm den Ritt auf Amazing Sea Pearl wahr, obwohl er sich noch am Sonntag bei einem Sturz auf der Rennbahn in Bad Harzburg eine schmerzhafte Rippenprellung zugezogen hatte und deshalb seine weiteren Engagements absagen musste. „Es war nicht ganz so schlimm. Deshalb habe ich auf die Zähne gebissen“, so der gebürtige Jockey aus Panama.

Während „Eddy“ Pedroza danach in Mülheim schon Feierabend hatte, erschien Markus Klug nur wenige Minuten später erneut zur Siegerehrung. Seine vierjährige Stute Sternkrone, geritten von Andrasch Starke, (auf dem Foto links) hatte als 32:10-Favoritin im „Prix Wissembourg“ (5.500 Meter) nach Kampf mit einem kurzen Kopf gegenüber der von Toni Potters in Großenkneten vorbereiteten dreijährigen Eyra (118:10) mit dem Italiener Marco Casamento im Sattel ganz knapp die Oberhand behalten. Rang drei ging hier an den sechsjährigen Wallach Holtby (53:10) mit dem belgischen Jockey Stephen Hellyn (Wortegem).

Sternkrone, die Dr. Alexandra Margarete Renz (Köln) gehört, hatte sich zuletzt schon mit einem dritten Platz während der Derby-Woche in Hamburg-Horn angezeigt. „Diese Form hat sie am Raffelberg bestätigt“, lobte Trainer Klug: „Sie hat gut gekämpft und im Finish gut dagegengehalten.“ So rettete die Stute den knappen Vorteil über die Ziellinie.

Ex-Derbyfavorit Karpino kurzfristig zurückgezogen

Nicht zu sehen bekamen die Besucher am Raffelberg den fünfjährigen Hengst Karpino, der 2015 nach seinem Triumph im klassischen Kölner Mehl-Mülhens-Rennen als Derbyfavorit gehandelt worden war, dann aber verletzungsbedingt zwei Jahre aussetzen musste.

Eigentlich sollte Karpino für seine katarischen Besitzer in Mülheim den zweiten Start nach der langen Zwangspause absolvieren, wurde jedoch kurzfristig zurückgezogen. Trainer Andreas Wöhler erklärte: „Karpinos Besitzer haben umdisponiert, streben nun einen Start im Ausland an.“

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