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„Riegel-Rudi“ Gutendorf: Eine Legende ist jetzt 91!

Ex-Trainer von MSV und Schalke arbeitete auf allen fünf Kontinenten.


Eine Legende ist jetzt 91 Jahre! „Weltenbummler“ Rudi Gutendorf (Foto), der als Fußballtrainer auf allen fünf Kontinenten gearbeitet hat, feiert am heutigen Mittwoch Geburtstag. Der gebore Koblenzer gilt als der Trainer mit den meisten internationalen Engagements, steht auch im Guinness-Buch der Rekorde. Er lebt mit seiner Familie heute bei Neustadt (Wied).

Während seiner aktiven Spielerzeit bestritt Rudi Gutendorf rund 90 Oberligaspiele, meist als Rechtsaußen für den TuS Neuendorf, trainierte schon zu dieser Zeit unterklassige Vereine aus dem Koblenzer Einzugsgebiet. Nach dem Ende der aktiven Laufbahn 1953 nahm er an einem Trainerlehrgang unter Sepp Herberger teil und erhielt 1954 die DFB-Trainerlizenz.

Die Liste seiner Trainertätigkeit weist 54 Stationen auf. Darunter sind Tätigkeiten als Nationaltrainer in Australien, Bolivien, Chile, Trinidad und Tobago, Volksrepublik China, Fidschi, Tonga, Tansania, Nepal und Ruanda.

In der Bundesliga war er für den MSV Duisburg, VfB Stuttgart, FC Schalke 04, Kickers Offenbach, Tennis Borussia Berlin, Hamburger SV sowie 1860 München (damals 2. Liga) als Trainer aktiv. Insgesamt saß er in der Bundesliga bei 227 Partien auf der Trainerbank (82 Siege, 60 Unentschieden, 85 Niederlagen, 327:374 Tore).

Aufgrund der Defensiv-Taktik, mit der er mit dem MSV Duisburg in der ersten Bundesliga-Saison der Geschichte 1963/64 die deutsche Vizemeisterschaft hinter dem 1. FC Köln erreichte, bekam er den Spitznamen „Riegel-Rudi“.

1997 erhielt Rudi Gutendorf das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. In der Begründung heißt es: „Rudi Gutendorf hat in hervorragender Weise als Entwicklungshelfer im sportlichen Bereich das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland gefördert.“

Für seinen „wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung“ erhielt er 2011 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Gutendorf wurde außerdem am 5. Mai 2014 vom Auswärtigen Amt (vertreten durch Außenminister Frank-Walter Steinmeier) und der Initiative Deutscher Fußball Botschafter in Berlin für sein Lebenswerk als deutscher Botschafter des Fußballs ausgezeichnet.

Immer wieder engagierte sich Rudi Gutendorf auch sozial. So half er noch im hohen Alter als Trainer einer Flüchtlingsmannschaft aus.

Foto-Quelle: TuS Koblenz

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