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S04-Star Leon Goretzka: „Dann bebt die Arena…“

Nationalspieler ärgert sich nach 0:3 gegen FC Bayern über vergebene Chancen.


Das 0:3 gegen den Deutschen Meister FC Bayern München, die erste Heimniederlage des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 unter der Regie des neuen Trainers Domenico Tedesco, war überlagert von Diskussionen um den Videobeweis. Eine umstrittene Entscheidung des Video-Assistenten, der ein eher unabsichtliches Handspiel von S04-Verteidiger Naldo im eigenen Strafraum als „strafbar“ einstufte und deshalb einen Handelfmeterverhängen ließ, leitete die Schalker Niederlage ein. Die Treffer für die Münchner erzielten Robert Lewandowski (25., Handelfmeter), James Rodriguez (29.) und Arturo Vidal (77.).

S04-Cheftrainer Tedesco räumte dennoch ein: „Der Bayern-Sieg geht in Ordnung.“ Mittelfeldspieler Leon Goretzka (Foto) ärgerte sich jedoch über einige vergebene Tormöglichkeiten: „Es war für uns viel mehr drin.“

Die Stimmen von der Schalke-Homepage:

S04-Cheftrainer Domenico Tedesco: „Glückwunsch an den FC Bayern zu dem verdienten Sieg. Wir haben gut begonnen und das Spiel so gestaltet, wie wir es uns vorgenommen hatten. Es ist nicht selbstverständlich, dass man gegen Bayern so viele gefährliche Chancen kreiert. Dennoch war es eine verdiente Niederlage, da Bayern sehr ballsicher war und sich vor allem nach der Führung einige Überzahlsituationen erspielt hat, in denen wir keinen Zugriff kriegen konnten.“

Sportvorstand Christian Heidel: „Wir haben immer gesagt, dass es schwierig wird, wenn Bayern einen guten Tag erwischt. Das muss man neidlos anerkennen. Die zwei Tore kamen für uns zu schnell, wobei wir in der zweiten Halbzeit durchaus die Chance hatten, den Anschlusstreffer zu erzielen. Insgesamt war es ein verdienter Sieg für Bayern. Die einhellige Meinung ist, dass es vor dem 1:0 ein klarer Elfmeter war. Ich kann dazu nur sagen, dass ich vor zwei Wochen auf der Managertagung war. Da wurde die gleiche Szene aus unserem Spiel gegen Hannover gezeigt. Und da haben wir gehört, warum es kein Elfmeter war. Für mich ist es eigentlich auch ein Handspiel. Aber dann muss es überall eins sein.“

Leon Goretzka: „Es ist ganz einfach: Uns hat ein Tor gefehlt. Wir hatten vor dem Elfmeter eine Riesenchance, davor auch schon die eine oder andere gute Gelegenheit. In so einem Moment muss man einfach das Tor machen, dann bebt die ganze Arena. Der Treffer ist uns leider nicht gelungen, auch wenn wir es gut gemacht haben. Am Ende steht es 0:3. Da kann jeder sagen, dass es eindeutig war. Aber wenn wir im richtigen Moment getroffen hätten, wäre viel mehr drin gewesen.“

Ralf Fährmann: „Definitiv muss man über das erste Tor der Bayern sprechen. Allerdings möchte ich unsere Niederlage nicht an diesem Treffer festmachen, das darf nicht falsch verstanden werden. Ich habe mich in der Situation sehr aufgeregt, da uns auf den Schiedsrichter-Schulungen vor der Saison exakt solche Situation gezeigt und erklärt wurden. Da heißt es dann: Kein Elfmeter, wenn der Ball vom eigenen Körper an die Hand prallt. Und somit kann man Naldo keinen Vorwurf machen. Man kann an dieser Stelle eine Parallele ziehen zu einer vergleichbaren Situation in Hannover, als ein Abwehrspieler den Ball ebenfalls an die Hand bekommt. Dort gab es nach Videobeweis keinen Elfmeter für uns. Im Nachhinein gab es auch keinerlei Proteste von uns – weil die Entscheidung nämlich laut Schulungen richtig war. In solch einem Spiel wie gegen die Bayern entscheiden Kleinigkeiten, deshalb frustriert das extrem.“

Quelle: FC Schalke 04

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