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RL-Reform: Auch Nord-Klubs für West-Direktaufsteiger

Fünf Staffeln sollen bleiben – Fester Aufstiegsplatz für West und Südwest.


Die Vereine der Regionalliga Nord haben sich bei einer Tagung in Bremen, an der auch DFB-Präsident Reinhard Grindel teilnahm, mit großer Mehrheit für die Beibehaltung der fünfgleisigen Regionalliga ausgesprochen. Als Argumente wurden unter anderem die Bewahrung der Regionalität, die Vermeidung großer Distanzen und die Erhaltung attraktiver Lokalderbys genannt.

Bei der geplanten Reform der Aufstiegsregelung schlossen sich die Nord-Klubs dem Vorschlag aus Bayern an. Demnach würden die Meister aus West und Südwest künftig direkt aufsteigen. Die Titelträger aus Bayern, Nordost und Nord würden dann die beiden weiteren Aufsteiger ermitteln.

Dabei ist es geplant, einen Aufstiegsplatz in einem rollierenden System jährlich fest an einen der drei Meister vergeben. Der verbleibende vierte Platz würde zwischen den beiden bis dahin nicht berücksichtigten Mannschaften in einem Hin- und Rückspiel ausgespielt.

Voraussetzung für diese Lösung wäre allerdings, dass die Absteiger aus der 3. Liga von drei auf vier erhöht wird. Die Drittligisten wollen aber nur zustimmen, wenn es dann auch vier Direktaufsteiger aus vier Regionalligen gibt. Für eine Lösung mit vier Staffeln hatten sich auch die Klubs aus West und Südwest ausgesprochen. Allerdings lag zumindest bei der Tagung der West-Vereine das „Bayern-Modell“ noch gar nicht auf dem Tisch.

Der DFB-Spielausschuss wird sich am Mittwoch, 4. Oktober, erstmals mit den Ergebnissen der Regionalkonferenzen befassen.

Stimmen aus dem Westen zur aktuellen Diskussion:

Manfred Schnieders (Vorsitzender DFB- und WDFV-Spielausschuss): „Aus Sicht des Westens wäre gegen den Vorschlag aus Bayern und Nord erst einmal nichts einzuwenden. Schließlich würde unser Meister ja direkt aufsteigen. Unsere Vereine haben sich aber zu 90 Prozent für eine Lösung mit vier Regionalliga-Staffeln ausgesprochen, deren vier Meister dann aufsteigen würden. Die gleichen Signale habe ich auch aus dem Südwesten erhalten. Diese Variante würde ich persönlich ebenfalls vorziehen, da es sonst wieder die gleichen Diskussionen wie bisher geben könnte, sobald Relegationsspiele zwischen Regionalliga-Meistern ausgetragen werden. Klar ist: Für eine Reduzierung auf vier Staffeln müsste ein außerordentlicher DFB-Bundestag einberufen werden. Dort würde eine Zwei-Drittel-Mehrheit benötigt. Es würde außerdem zumindest ein Jahr länger dauern, bis die Reform greifen kann. Die Änderung der Aufstiegsregelung – sollte es bei fünf Staffeln bleiben – könnte dagegen bereits ab der nächsten Saison gelten.“

Michael Welling (1. Vorsitzender Rot-Weiss Essen): „Wenn wir egoistisch denken, wäre das bayerische Modell eine gute Lösung, weil die Regionalliga West davon profitieren würde, während andere Vereine Nachteile haben. Bei einer Neustrukturierung der Ligen müssen aber alle bereit sein, Zugeständnisse zu machen. Es dürfen keine Einzelinteressen im Vordergrund stehen. Fest steht allerdings auch: Alle diskutierten Vorschläge sind besser als der Status Quo.“

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