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Zeichen gegen Gewalt: Fußballkreis Arnsberg setzt Spiele ab

Nach erneuter körperlicher Attacke gegen Unparteiischen in der B-Kreisliga.
Die Funktionäre des Fußballkreises Arnsberg im Sauerland setzen ein Zeichen gegen Gewalt. Nachdem zuletzt wegen einer körperlichen Attacke gegen den Schiedsrichter das B-Liga-Punktspiel zwischen dem SuS Langscheid/Enkhausen II und dem SC Neheim II abgebrochen worden war, sagte der Kreisvorstand sämtliche Meisterschaftsspiele der Arnsberger Kreisligen A bis D bis einschließlich Sonntag (12. September) ab und gleichzeitig für den 18. Februar 2018 neu an. Von dieser Maßnahme sind lediglich die Frauen- und Jugendspiele ausgenommen.

„Nur zu gut ist der Faustschlag vom 1. Oktober gegen einen jungen Unparteiischen in Erinnerung, den alle zutiefst verurteilt haben. Aber leider waren die Bekundungen und Empörungen für einige der so genannten ‘Sportler’ nicht von langer Dauer. Auch wir Staffelleiter mussten immer wieder in den letzten Wochen hören und feststellen, dass Pöbeleien, Beschimpfungen gegen die Unparteiischen, aber auch gegen Spieler und Offizielle auf und außerhalb des Sportplatzes vorgekommen sind. Wenn nicht sogar weiter zugenommen haben. Der FLVW-Kreis Arnsberg möchte dem massiv entgegen wirken. Unser Kreisschiedsrichter-Ausschuss hat uns darauf hingewiesen, dass er im Rahmen der Fürsorgepflicht für unsere Schiedsrichter es nicht zulassen kann, dass die Verunglimpfungen der Schiedsrichter bald schon an der Tagesordnung sind“, teilte der Kreisvorstand mit.

Der Kreisschiedsrichter-Ausschuss habe den Kreisvorstand und den Kreisfußball-Ausschuss aufgefordert, die Attacken gegenüber den Schiedsrichtern nicht mehr ohne Weiteres hinzunehmen und daher gebeten, Maßnahmen zu ergreifen. In der Mitteilung heißt es dazu: „Man stellt gerade in den letzten Monaten eine Vielzahl von Abmeldungen von aktiven Fußballschiedsrichtern fest und bekommt obendrein mit, dass eine Vielzahl von Schiedsrichtern sich nicht mehr die Verunglimpfungen gefallen lassen will und lieber aufhört als weiterhin das Ventil für unsachlichen Frust auf dem Sportplatz zu sein. Fakt: Der Bestand ist in unserem Kreis unter 100 aktive Schiedsrichter gesunken. Ein Alarmsignal, um den Spielbetrieb noch aufrecht zu halten.“

Einheitlich hätten daher alle Gremien im Fußballkreis Arnsberg beschlossen, ein Zeichen zu setzen. Der Sport sei kein Frustventil. „Aggressionen gegenüber der überwiegenden Anzahl von Sportlern, die den Sport friedlich ausüben oder dem Spiel friedlich beiwohnen“, müsse der Riegel vorgeschoben werden. Und weiter: „Wir sind der Meinung: Der Fußballsport braucht keine Krakeeler, Schläger, Beleidiger.“

Bis einschließlich Sonntag ruht nun der Spielbetrieb. „Leider treffen allgemeine Maßnahmen auch immer Falsche. Aber nur alle können helfen, die Sachen, die den Fußballsport ungemein schaden, wieder in den Griff zu bekommen. Vielleicht werden wieder neue Impulse für Fairness und sportliches Miteinanderumgehen an diesem Sonntag in Gang gesetzt“, hofft der Kreisvorstand.

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