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Wuppertaler SV: Sportlich und wirtschaftlich ein Kraftakt

Wuppertaler waren in diesem Jahr noch nicht im Einsatz.


Seit Ende November hat West-Regionalligist Wuppertaler SV kein einziges Pflichtspiel mehr absolviert. Über Langeweile konnte sich Sportvorstand Manuel Bölstler (Foto/34) dennoch nicht beklagen. Allen voran die Trennung von Cheftrainer Stefan Vollmerhausen (45) beschäftigte die Führungsetage des WSV. MSPW sprach für das Fachmagazin kicker mit Manuel Bölstler.

Zunächst war gegen Stefan Vollmerhausen eine fristlose Kündigung ausgesprochen worden, dann haben sich beide Seiten auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Wie froh sind Sie, dass das Thema endgültig vom Tisch ist, Herr Bölstler?
Wir sind froh, dass wir zeitnah eine Lösung gefunden haben, die beiden Seiten gerecht wird. Solche Dinge gehören einfach professionell intern abgearbeitet und so haben wir es auch getan.

Warum musste Stefan Vollmerhausen gehen?
Wir haben es ja schon häufiger gesagt, dass es einen triftigen Grund gab. Der Vorstand sah sich danach zum Handeln gezwungen. Über den genauen Grund wurde Stillschweigen vereinbart.

War das Verhältnis nach dem „Flirt“ von Vollmerhausen mit Ligakonkurrent Viktoria Köln nicht schon ohnehin belastet?
Einige Medien hatten über ein getrübtes Verhältnis gerade zwischen Stefan und mir berichtet. Fakt ist, dass wir auch danach stets professionell miteinander gearbeitet haben. Mit Viktoria Köln hatte die Trennung nichts zu tun.

Das Konzept „WSV2020“ – bis dahin will der Klub in die 3. Liga aufsteigen – war auch eng mit Vollmerhausen verbunden. Bleibt es bei der Marschroute?
Stefans Vertrag lief nicht umsonst bis 2020. Es war also ursprünglich geplant, mit ihm zumindest bis dahin weiterzumachen. Auf der anderen Seite war uns bewusst, dass das Geschäft schnelllebig ist. Der Verein steht immer im Mittelpunkt. Von einzelnen Personen ist er nicht abhängig.

Zunächst hat U 19-Trainer Christian Britscho das Training der ersten Mannschaft übernommen. Kann er zur Dauerlösung werden?
Wir schließen nichts aus, denken aber auch in alle Richtungen. Christian und sein Co-Trainer Pascal Bieler, der nun auch die U 19 betreut, haben die Zusage, die ersten Spiele machen zu dürfen. Dazu stehen wir. Wir blicken jedoch auch nach rechts und links, was aber auch offen so kommuniziert ist. Bei uns sind schon sehr viele Bewerbungen eingegangen.

Im Winter gab es einige Bewegung im Kader. Fünf Spieler sind neu, drei verließen den WSV. Wo lagen die Gründe?
Wir hatten im Sommer einen Wunschspieler nicht bekommen und daher den Etat nicht voll ausgeschöpft. Im Winter konnten wir so einige perspektivische Verpflichtungen wie von Tjorben Uphoff oder Sascha Schünemann vorziehen. Sie sollen uns nicht nur kurzfristig für ein halbes Jahr nach vorne bringen.

Seit rund drei Monaten gab es kein Pflichtspiel mehr. Witterungsbedingt mussten schon ein halbes Dutzend WSV-Spiele abgesagt werden. Herausforderung oder Problem?
Die zahlreichen Nachholspiele sind eine große Herausforderung für Mannschaft und Verein. Innerhalb von sieben bis acht Wochen müssen wir fast eine komplette Halbserie absolvieren. Wirtschaftlich sieht es so aus, dass uns bereits seit Anfang November Einnahmen aus Heimspielen fehlen. Unser nächstes Heimspiel steht am 24. März gegen Alemannia Aachen auf dem Programm. Dann waren wir rund fünf Monate ohne Auftritt vor eigenem Publikum. Das aufzufangen, ist selbstverständlich ebenfalls ein Kraftakt.

Am 19. März findet die ordentliche Jahreshauptversammlung statt. Wie steht es denn um die wirtschaftliche Situation?
Mein Vorstandskollege Lothar Stücker ist als Finanzexperte sicher der bessere Ansprechpartner. Ich kann sagen, dass wir uns in den letzten zweieinhalb Jahren sportlich schneller als wirtschaftlich entwickelt und noch viel Potenzial nach oben haben. Das wollen wir besser ausschöpfen, um unsere Tabellensituation auch beim Etat Stück für Stück zu verbessern.

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