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Fuat Kilic und Aachen: Geduld und Kontinuität

44-jähriger Trainer will mit der Alemannia nach oben.


Gerade einmal elf Jahre ist es her, da spielte Alemannia Aachen noch in der Bundesliga. Die Gegenwart des Traditionsvereins, der in der „Ewigen Tabelle“ der 2. Bundesliga immer noch den zweiten Platz hinter der SpVgg Greuther Fürth belegt, heißt jedoch schon seit 2013 viertklassige Regionalliga West. Dazwischen lagen mehrere Abstiege, begleitet von finanziellen Schwierigkeiten. Aktuell befinden sich die Kaiserstädter zum zweiten Mal in einem Insolvenzverfahren. Trotzdem mischt die von Fuat Kilic (Foto) trainierte erste Mannschaft im oberen Tabellendrittel mit. Die Fans hoffen, dass es unter der Regie des 44-jährigen Trainers, der gleichzeitig auch als Sportlicher Leiter fungiert, wieder nach oben geht.

Im aktuellen FUSSBALL.DE-Interview spricht Fuat Kilic mit MSPW-Redakteur Thomas Palapies-Ziehn über die Auswirkungen des Insolvenzverfahrens, den Zulassungsantrag zur 3. Liga, Trainingseinheiten bei Minusgraden und den möglichen Weg aus der Regionalliga.

FUSSBALL.DE: Wie froh sind Sie, dass die ganz dicke Winterjacke erst einmal im Schrank bleiben kann, Herr Kilic?

Fuat Kilic: (lacht) Gerade bei taktischen Übungen, bei denen du als Trainer nur beobachtest und korrigierst, gibt es bei Temperaturen von minus zehn Grad schon angenehmere Dinge. Bei anderen Übungen bin ich auch selbst aktiv. Ich will schließlich beim Thema Einsatz vorangehen.

FUSSBALL.DE: Das Winterwetter hat auch bei der Alemannia für einige Absagen gesorgt. Wie problematisch werden die vier Nachholspiele?

Kilic: Wenn man sich auf einen Gegner vorbereitet und in der Trainingswoche alles investiert, dann will man sich am Wochenende auch die Belohnung abholen. Absagen sorgen deshalb immer für einen gewissen Spannungsabfall. Ich hoffe, dass sich das jetzt mit dem einsetzenden Frühlingswetter erledigt hat. Keine Frage: Die bevorstehenden englischen Wochen werden kräftezehrend. Die Mannschaften mit viel Kondition und einem breiten Kader haben sicher Vorteile. Auf der anderen Seite gibt es doch für einen Fußballer nichts Schöneres, als auf dem Platz zu stehen und sich mit anderen Teams zu messen. Ich denke, unsere Spieler sehen das ähnlich.

FUSSBALL.DE: Sogar zwei Heimspiele mussten witterungsbedingt ausfallen. Dabei hat das Aachener Tivoli-Stadion doch eine Rasenheizung?

Kilic: Der Betrieb der Rasenheizung kostet uns 2.000 bis 3.000 Euro pro Tag. Das können wir uns momentan schlicht und einfach nicht leisten.

FUSSBALL.DE: Muss die Alemannia also derzeit jeden Cent zweimal umdrehen?

Kilic: Wir befinden uns nach wie vor im Insolvenzverfahren. Ich gehe davon aus, dass das mindestens bis zum Sommer so bleiben wird. Wir müssen uns über alles, was wir ausgeben, intensive Gedanken machen und das Budget einhalten. Für jede Ausgabe benötigen wir außerdem die Genehmigung unseres Insolvenzverwalters Dr. Christoph Niering. Fakt ist, dass wir unseren Spielern dennoch die bestmöglichen Rahmenbedingungen bieten wollen. Es soll alles zu 100 Prozent professionell sein. Manchmal sind kreative Lösungswege gefragt, um dieses Ziel zu erreichen. Außerdem benötigen wir vor allem Geduld und Kontinuität.

Lesen Sie das komplette Interview auf FUSSBALL.DE.

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