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Galopp Mülheim: Eduardo Pedroza am Raffelberg der Schnellste

Viermaliger Champion nur vom verspäteten Flieger ausgebremst.


Nach seinem Sieg mit dem Hengst Wesenberg (27:10) im Dreijährigen-Rennen beim Saisonauftakt auf der Mülheimer Galopprennbahn am Raffelberg gab es für Eduardo Pedroza (Foto/Ravensberg) kein Halten mehr. Der viermalige deutsche Jockey-Champion, der aus Panama stammt, war in großer Eile und wollte unbedingt seinen Flieger erwischen, der ihn nur knapp 90 Minuten nach dem Zieleinlauf in Richtung Katar bringen sollte. Pedroza war dann auch rechtzeitig auf dem Weg zum Flughafen. Doch unterwegs erreichte ihn die Nachricht, dass sein Flieger erst mit deutlicher Verspätung abhebt und er deshalb erst mit einem Tag Verzögerung am Mittwoch nach Doha reisen kann.

Grund für den erneuten Trip in den Nahen Osten: In Katar liegt Pedroza im Kampf um das Jockey-Championat aussichtsreich im Rennen. Zwei Renntage wollte er deshalb dort noch bestreiten, um dann endgültig nach Deutschland zurückzukehren. Durch die Verzögerung seines Fluges kann er jetzt nur noch beim Renntag am Donnerstag in das Geschehen eingreifen. „Dann aber mit sehr guten Chancen“, ist „Eddie“ guter Dinge.

Die Reise nach Mülheim dürfte Pedroza, der nicht einmal Zeit für die Siegerehrung hatte, trotz des Terminstresses nicht bereut haben. Ein Start, ein Sieg: So lautete die optimale Bilanz des Stalljockeys von Andreas Wöhler (Gütersloh) vor rund 3.000 Zuschauern am Raffelberg, die das Renngeschehen auch auf einer großen Leinwand beobachten konnten. Den mit 6.000 Euro dotierten „Preis des Gestüts Ittlingen“ entschied Pedroza mit dem von seinem „Chef“ trainierten Hengst Wesenberg für das Gestüt Ebbesloh (Gütersloh) für sich. Wöhler war mit Ross und Reiter zufrieden. „Eine sehr gute Performance“, lautete das Urteil des Erfolgstrainers.

Pedroza und Wesenberg verhinderten mit ihrem Erfolg einen Heimsieg beim ersten Renntag unter der Regie des neuen Galopprennvereins „Rennclub Mülheim an der Ruhr e.V.“. Nur eine dreiviertel Länge hinter dem Sieger landete der von Yasmin Almenräder am Raffelberg trainierte Ninario (Jockey: Stephen Hellyn/Belgien) auf Rang zwei. Weitere siebeneinhalb Längen zurück belegte mit dem von Jens Hirschberger vorbereiteten Apollo (Filip Minarik/Köln) ein weiteres Raffelberger Pferd den dritten Platz.

Viererwette beim Sieg von Michael Cadeddu nicht getroffen

Ein ehemaliger Mülheimer trug sich in dem mit 7.700 Euro dotierten „Preis der Fa. Jean Harzheim Pferdetransporte“ in die Siegerliste ein. Jockey Michael Cadeddu, mittlerweile nach Bergheim umgezogen, gewann mit dem bereits zehnjährigen Hengst und 159:10-Außenseiter Dragoslav (Trainer: Wilfried Schütz/Iffezheim) das Viererwette-Rennen. Die richtige Reihenfolge mit Dragoslav sowie den weiteren Außenseitern Bishapur (81:10), Better Value (194:10) und Saldinska (560:10) hatte kein Wetter auf dem Zettel. Die garantierte Auszahlung in Höhe von 10.000 Euro wandert deshalb in einen Jackpot und wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgespielt.

Pech hatte Amateur-Championesse Lilli-Marie Engels, die das zweite Rennen mit Athalyna noch gewinnen konnte, vor dem „Preis der Alpine Motorenöle“ (5.000 Euro) über die Sprintdistanz von 1.200 Metern. Das ihr anvertraute Pferd „Pagina de mi vida“ entledigte sich auf dem Weg zur Startbox seiner Reiterin und galoppierte los. Erst nach mehreren Minuten – in denen sie etwa viereinhalb Runden auf dem Mülheimer Oval zurückgelegt hatte – konnte die Stute eingefangen werden. Ein Start hätte da keinen Sinn mehr gemacht. Der Sieg ging an den von Toni Potters (Großenkneten) trainierten Avarengo mit Robin Weber (Köln) im Sattel. Für Potters war es der erste Sieg seit rund elf Monaten.

Rennclub-Präsident Ellerbracke zieht positives Fazit

Für das neue Mülheimer Präsidium um Präsident Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) war es der Premieren-Renntag. Das Fazit fiel rundum positiv aus. „Die vielen Zuschauer haben für eine prächtige Atmosphäre gesorgt. Ich habe nur Lob gehört“, strahlte Ellerbracke. „Außerdem konnten wir Delegationen der Stadt Mülheim und des Galopper-Direktoriums begrüßen. Das Medieninteresse war für einen After-Work-Renntag hervorragend. Wir sind sehr zufrieden“, so der engagierte Galopper-Züchter und Besitzer (Gestüt Auenquelle) aus dem ostwestfälischen Rödinghausen.

Der Umsatz nach sieben Rennen lag bei 81.562 Euro. Der Anteil der Außenwetten betrug dabei 48.660 Euro. Der zweite Renntag der Saison 2018 am Mülheimer Raffelberg findet am Dienstag, 15. Mai, statt.

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