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RW Essen: Neitzels Team bleibt vorerst unverändert

Weiter mit „Co“ Carsten Wolters und Torwarttrainer Manuel Lenz.


Karsten Neitzel legte sofort los. Nur wenige Minuten, nachdem der 50-jährige Fußball-Lehrer als neuer Cheftrainer von West-Regionalligist Rot-Weiss Essen der Mannschaft vorgestellt worden war, stand er bereits mit seinem Team – am zuvor eigentlich als trainingsfrei eingeplanten Sonntag – auf dem Platz. Ex-Profi Neitzel, der einen Großteil seiner Spieler- und Trainerkarriere beim SC Freiburg unter Volker Finke verbrachte, hat schließlich nicht viel Zeit zu verlieren. Schon am Mittwoch steht sein Debüt im prestigeträchtigen Derby beim Wuppertaler SV auf dem Programm. Nur vier Tage später geht es zum Titelaspiranten FC Viktoria Köln, ehe -innerhalb einer weiteren englischen Woche – die nächsten Spitzenteams Alemannia Aachen (21. April), SC Wiedenbrück (24. April) und Rot-Weiß Oberhausen (27. April) warten.

Ein hartes Auftaktprogramm also für den neuen RWE-Hoffnungsträger, der mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2020 ausgestattet wurde, nachdem er zuvor seinen Kontrakt beim Südwest-Regionalligisten SV 07 Elversberg aufgelöst hatte. Bei den Saarländern war Neitzel Mitte März beurlaubt worden, da der angestrebte Aufstieg in weite Ferne gerückt war.

Eigentlich sollte Neitzel, der beim VfL Bochum als Cheftrainer in der 2. Bundesliga tätig war (2012/2013) und Holstein Kiel zwischen 2013 und 2016 zu einem Spitzenteam in der 3. Liga formte, erst im Sommer seine Tätigkeit an der Hafenstraße aufnehmen. Vor einigen Tagen trat jedoch der bisherige RWE-Trainer Argirios Giannikis (37), der schon im Januar seinen Wechsel ab der neuen Saison zum Drittligisten VfR Aalen angekündigt hatte, mit dem Wunsch an die Verantwortlichen um Vorstand Marcus Uhlig (47) und Sportdirektor Jürgen Lucas (48) heran, seine Tätigkeit vorzeitig zu beenden. Dem entsprach der Verein.

„Agi Giannikis hat die Mannschaft im letzten Oktober in schwierigen Zeiten übernommen, das Team bis zuletzt durch vollen Einsatz stabilisiert und weiterentwickelt“, so Uhlig. Aus 13 Ligaspielen unter der Regie von Giannikis holten die Essener sechs Siege, drei Remis und vier Niederlagen. Außerdem gelang durch drei Erfolge gegen die Oberligisten ETB Schwarz-Weiß Essen (2:0), TuRU Düsseldorf (5:4 nach Elfmeterschießen) und TV Jahn Hiesfeld (5:0) zum vierten Mal in Folge der Einzug in das Endspiel um den Niederrheinpokal.

Nachfolger Neitzel beobachtete seine neue Mannschaft bereits bei der vermeidbaren 1:2-Heimniederlage gegen den SV Rödinghausen im Stadion und weiß, was von ihm erwartet wird: „Der Auftrag ist klar: Wir werden alles dafür tun, um die laufende Saison in Liga und Pokal bestmöglich abzuschließen und parallel die Planung für die neue Spielzeit intensiv voranzutreiben.“ Auch die Ziele sind definiert: RWE will sich erneut für den DFB-Pokal qualifizieren und in der nächsten Saison – nach mehreren vergeblichen Anläufen – zumindest um die Meisterschaft mitspielen. „Jeder Tag, an dem Karsten schon selbst mit der Mannschaft arbeiten und sich einen Eindruck verschaffen kann, hilft uns“, so Sportdirektor Lucas im kicker– und MSPW-Gespräch. Das weitere Trainerteam mit „Co“ Carsten Wolters (Foto) und Torwarttrainer Manuel Lenz bleibt vorerst unverändert.

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