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Nach 89 Minuten Überzahl: FC Viktoria Köln steht im Finale

3:0 nach Verlängerung im Derby gegen Drittligist Fortuna Köln.
Rekordsieger und Ex-Bundesligist Alemannia Aachen aus der Regionalliga West trifft im Endspiel um den Mittelrheinpokal am Pfingstmontag, 21. Mai, (ab 17 Uhr, Live-Konferenz in der ARD) in Bonn auf den Ligakonkurrenten FC Viktoria Köln. Der dreimalige Pokalsieger Viktoria (2014, 2015 und 2016) setzte sich in seinem Halbfinale in einem Stadtduell gegen den benachbarten Drittligisten Fortuna erst in der Verlängerung 3:0 (0:0, 0:0) durch und machte damit bereits das achte Duell zwischen zwei Viertligisten im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ perfekt. Insgesamt stehen jetzt 20 von 21 Verbandspokal-Endspielen fest. Am Mittwoch folgt zum Abschluss noch die Entscheidung, wer das Finale in Mecklenburg-Vorpommern bestreitet.

Vor der starken Kulisse von 4.386 Zuschauern im Sportpark Höhenberg lieferten sich die beiden Kölner Traditionsklubs über 120 Minuten einen packenden Fight. Dabei geriet die Fortuna schon nach einer halben Stunde in Unterzahl. Abwehrspieler Christoph Menz sah wegen Handspiels die Gelb-Rote Karte (31.).

Dennoch hatte der Drittligist vor allem während der Schlussphase der regulären Spielzeit durch Torjäger Daniel Keita-Ruel und Kapitän Hamdi Dahmani hochkarätige Chancen, um das Spiel für sich zu entscheiden und erstmals seit 2013 (2:1 im Finale gegen Alemannia Aachen) wieder das Endspiel zu erreichen.

In der Verlängerung schwanden den Gästen aus der Südstadt, die insgesamt 89 Minuten in Unterzahl spielen mussten, dann aber nach und nach die Kräfte. Bei einem Lattenschuss von Kevin Holzweiler (103.) hatte die Fortuna noch Glück, doch unmittelbar vor dem erneuten Seitenwechsel sorgte Abwehrspieler Patrick Koronkiewicz (105.) mit einem sehenswerten Schuss für die Viktoria-Führung. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung machten schließlich Tobias Müller (110.) und Simon Handle (Foto) für das Team von Trainer Olaf Janßen alles klar.

Die Viktoria wahrte damit ihre Chance auf das Double. Bereits am Sonntag (ab 14 Uhr) geht es am 34. und letzten Spieltag in der West-Staffel im Fernduell mit dem KFC Uerdingen 05 um die Meisterschaft und damit um die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga, in denen der West-Titelträger am 24. und 27. Mai auf den SV Waldhof Mannheim aus der Regionalliga Südwest treffen wird. Die Viktoria, die beim Saisonfinale die U 23 von Borussia Mönchengladbach empfängt, hat zwei Punkte Rückstand auf den KFC, der gleichzeitig beim SC Wiedenbrück die vermeintlich schwerere Aufgabe lösen muss.

Viktorias Finalgegner Alemannia Aachen hatte bereits Ende April durch einen 2:0 (0:0)-Auswärtssieg beim Oberligisten TSC Euskirchen das Endspiel erreicht. Marcel Damaschek (50.) und Mergim Fejzullahu (83.) waren vor 1.414 Zuschauern für den Favoriten erfolgreich. Für die Alemannia ist das Endspiel im Bonner Sportpark Nord nicht nur die Chance auf die erste DFB-Pokal-Teilnahme seit sechs Jahren, sondern auch die Gelegenheit zur Revanche. Erst vor wenigen Tagen kassierte die Mannschaft von Trainer und Sportdirektor Fuat Kilic in der Liga gegen den Titelaspiranten Viktoria Köln eine herbe 0:4-Heimpleite.

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