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Galopp Dortmund: Grewe-Stute überrascht im Sparkassen-Preis

Vierjährige Scapina siegt als 97:10-Chance vor 10.000 Zuschauern.
Die vierjährige Stute Scapina (Foto) hat am Donnerstag (Christi Himmelfahrt) überraschend den Großen Preis der Sparkasse Dortmund auf der Galopprennbahn im Ortsteil Wambel gewonnen. Sie setzte sich in dem mit 25.000 Euro dotierten Sprintrennen über 1.200 Meter gegen elf zum Teil höher eingeschätzte Konkurrenten durch. „Scapina ist sehr eigen, aber auch sehr gut“, freute sich Trainer Henk Grewe (Köln) über den unerwarteten Erfolg. „Ich habe schon gedacht, dass sie gut läuft. Aber mit einem Sieg habe ich nicht gerechnet.“

Grewe lobte den Siegreiter Bauyrzhan Murzabayev: „Er hat das toll gemacht, ich habe ihm gesagt, er soll auf sein Gefühl vertrauen. Er gehört zu den Topjockeys in Deutschland.“ Der 25-jährige Murzabayev stammt aus Kasachstan, war dreifacher Champion in Tschechien, ist seit 2016 in Deutschland und hauptsächlich am Stall von Andreas Wöhler (Gütersloh) beschäftigt. Zweiter hinter der 97:10-Chance Scapina aus dem Besitz des Rennstalls Gestüt Hachtsee von Graf Reginal von Norman (Berg am Starnberger See) wurde der lange führende Daring Match vor Shining Emerald, dem Sieger des Rennens vor zwei Jahren.

Sponsor lockt 10.000 Besucher nach Wambel

Der Große Preis war der sportliche Höhepunkt des traditionellen Sparkassen-Renntags am „Vatertag“. Trotz teilweise widriger Bedingungen verfolgten laut Angaben des Veranstalters rund 10.000 Besucher die zehn Rennen des Tages. Für den Präsidenten des Dortmunder Rennvereins, Andreas Tiedtke, ein „klarer Beweis, dass es trotz Landregens zu Beginn gelingen kann, die Menschen für den Galoppsport zu begeistern, wenn man einen Partner wie die Sparkasse hat“.

Und dieser Partner bleibt dem Rennverein treu: „Schauen Sie sich um, wie viele Spaß unsere Gäste haben. Wir machen auch im nächsten Jahr weiter“, sagte Uwe Samulewicz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund.

Stutensiege durch Nica und Realeza

Zum sportlichen Rahmenprogramm des Tages gehörten zwei Rennen über 2.000 Meter, die dreijährigen Stuten vorbehalten waren. Es siegte zum einen die von Dr. Andreas Bolte (Lengerich) betreute Nica (67:10) mit Maxim Pecheur (Saarbrücken) im Sattel und zum anderen die 18:10-Favoritin Realeza aus dem Stall von Andreas Wöhler mit Eduardo Pedroza (beide Gütersloh).

„Sie ist noch sehr grün und benötigt deutlich mehr Tempo im Rennen“, sagte Wöhler nach dem knappen Erfolg von Realeza über Area. „Sie hat im Training gut gearbeitet“, meinte Bolte nach dem leichten Sieg von Nica über Brisada. „Wir werden wohl in den Auktionsrennen mit ihr weitermachen.“

Einen Favoritenerfolg gab es auch in einer Prüfung über 1.600 Meter, in der die Viererwette mit 10.000 Euro Garantieauszahlung ausgespielt wurde. Forgo (30:10) gewann für Toni Potters (Großenkneten) mit dem niederländischen Spitzenjockey Adrie de Vries. Die Viererwette in der Reihenfolge Forgo, Lady Lillian, Prefect und Anna Sophie zahlte 33.720 Euro (auf der Basis von zehn Euro Einsatz).

Der Kölner Trainer Henk Grewe konnte sich neben dem Hauptrennen noch über den Außenseitererfolg von Agamemdon (123:10), geritten von Marco Casamento, im Rennen für dreijährige Pferde über 1.750 Meter freuen.

Foto-Quelle: Marc Rühl/DRV

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