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A-Junioren Endrunde: Borussia Dortmund benötigt „Wunder“

BVB nach dem 0:4 im Hinspiel bei Hertha BSC vor dem Halbfinal-Aus.
Finalteilnehmer gesucht! In den Rückspielen der beiden Halbfinalduelle entscheidet sich, welche U 19-Mannschaften am Sonntag, 27. Mai (ab 16 Uhr, live bei Sport1) das Endspiel um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft bestreiten.

Am heutigen Dienstag (ab 18 Uhr) empfängt der aktuelle West-Meister FC Schalke 04 die TSG 1899 Hoffenheim, den Titelträger aus der Staffel Süd/Südwest der A-Junioren-Bundesliga. Dabei gehen die „Königsblauen“ mit dem Vorteil eines 1:0-Auswärtserfolges aus dem Hinspiel in das erneute Aufeinandertreffen mit den Kraichgauern. Die Partie wird im Stadion Niederrhein in Oberhausen ausgetragen.

Vor einer Mammutaufgabe steht Titelverteidiger Borussia Dortmund am Mittwoch (ab 16.30 Uhr) gegen Hertha BSC. Der aktuelle A-Junioren-Meister und West-Vize muss im Heimspiel gegen den Nord/Nordost-Champion auf dem BVB Trainingsgelände im Dortmunder Stadtteil Brackel („Hohenbuschei“) einen 0:4-Rückstand aufholen, um noch eine Chance auf den Titel-Hattrick zu haben. Auch die beiden Halbfinalrückspiele werden vom TV-Sender Sport1 live übertragen.

Schalke-Trainer Elgert: „Leistung nochmal toppen“

Dem viermaligen Deutsche A-Junioren-Meister FC Schalke 04 (1976, 2006, 2012 und 2015) würde heute (ab 18 Uhr) im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim nach dem 1:0-Hinspielsieg schon ein Remis zum Erreichen des Endspiels reichen. Mit der Leistung im ersten Duell war der erfahrene S04-Trainer Norbert Elgert zufrieden. Vor allem das frühe Stören des Gegners gefiel dem 61-Jährigen. „Das sieht man selten über 90 Minuten. Wir haben es durchgehalten. Dafür haben wir während der gesamten Saison gearbeitet und waren zum richtigen Zeitpunkt topfit“, so Elgert.

Einzig bei der Chancenverwertung sah der Fußball-Lehrer noch Steigerungsbedarf: „Wir hätten mindestens drei, vier Tore mehr schießen müssen. Uns hat die Kaltschnäuzigkeit gefehlt.“ So blieb das Tor von Mittelfeldspieler Nassim Boujellab nach glänzender Vorarbeit von Benjamin Goller der einzige Treffer der Partie.

„Wir müssen unsere Leistung wiederholen, wahrscheinlich sogar toppen, um ins Finale einzuziehen. Aber wir sind willens und in der Lage, das zu schaffen“, gibt Elgert die Marschrichtung vor. Bei einem Finaleinzug der Schalker würde bereits vorzeitig feststehen, dass die West-Staffel der A-Junioren-Bundesliga auch in der kommenden Saison zwei Mannschaften für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft stellen darf.

Hoffenheim: Trotz Heimniederlage „noch alles drin“

So zufrieden die Schalker mit der Leistung aus dem Hinspiel waren, umso mehr Luft nach oben sieht Marcel Rapp, Trainer der U 19 der TSG 1899 Hoffenheim. „In erster Linie hat uns die körperliche Präsenz gefehlt. Viele wichtige Zweikämpfe gingen so verloren. Die Schalker hatten viele Chancen, von denen sie glücklicherweise nur eine nutzen konnten. Mit dem Ergebnis konnten wir unter dem Strich sogar gut leben“, so der gebürtige Pforzheimer im Gespräch mit DFB.de.

Um noch die Chance zu haben, nach 2014 zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft im A-Junioren-Bereich zu holen, muss die TSG das Rückspiel auf jeden Fall gewinnen. „So sehr hat sich die Ausgangsposition im Vergleich zum Hinspiel gar nicht einmal verändert. Wir müssen gewinnen. So einfach ist die Rechnung“, meint Marcel Rapp. „Das ist für uns aber nichts Neues. Wir standen während der gesamten Saison oben und sind in jedes Spiel mit dem Ziel gegangen, drei Punkte zu holen.“

Sollte die TSG doch noch das Finale erreichen, wäre es bereits die vierte Endspielteilnahme seit 2014. Nach dem Triumph bei Hannover 96 (5:0) mussten sich die Hoffenheimer 2015 und 2016 zweimal im Finale geschlagen geben (1:3 gegen Schalke 04 und 3:5 gegen Borussia Dortmund). Bei den ersten beiden Endspielen war noch der heutige TSG-Cheftrainer Julian Nagelsmann für das U 19-Team verantwortlich. In dieser Saison ist das Rückspiel gegen Schalke schon das dritte Duell zwischen beiden Mannschaften in dieser Saison. Im Viertelfinale des DFB-Vereinspokals der Junioren hatte sich die TSG im Dezember vor eigenem Publikum 2:0 durchgesetzt.

BVB-Trainer Hoffmann „will eine Reaktion sehen“

Ein kleines „Fußball-Wunder“ benötigt die U 19 von Borussia Dortmund für den erneuten Einzug in das Endspiel um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft. Der Titelträger der beiden vergangenen Jahre muss gegen Hertha BSC ein 0:4 aus dem Hinspiel aufholen. „Wir haben im ersten Duell nur 20 Minuten Fußball gespielt und uns am Ende auch nicht mehr gewehrt“, sagt BVB-Trainer Benjamin Hoffmann (Foto), war neben dem Zweikampf- und Defensivverhalten auch mit der Einstellung seiner Spieler nicht zufrieden.

„Es gilt, daraus zu lernen und es im Rückspiel viel besser zu machen. Klar ist aber, dass wir am Mittwoch eine deutliche Schippe drauflegen müssen. Ich will eine Reaktion sehen“, so Hoffmann, der weiterhin auf die verletzten Jan-Niklas Beste, Hüseyin Bulut und Jano Baxmann verzichten muss. Dafür ist Torhüter Luca Unbehaun von der U 17-EM-Endrunde in England zurückgekehrt.

Hertha BSC: Erste Endspielteilnahme vor Augen

Die Gäste aus Berlin stehen dank der Treffer ihrer beiden Doppeltorschützen Nikos Zografakis und Muhammed Kiprit aus dem Hinspiel ganz dicht vor dem erstmaligen Einzug ins Endspiel. Trainer und Ex-Nationalspieler Michael Hartmann warnt jedoch trotz des deutlichen Vorsprungs eindringlich davor, auch nur wenige Prozentpunkte nachzulassen „Es ist Nachwuchsfußball. Da kann fast alles passieren“, so der 43-Jährige.

Dennoch weiß Hartmann, der 2010 schon mit der U 19 von Hansa Rostock Deutscher Meister geworden war (1:0 im Finale bei Bayer 04 Leverkusen) um die „historische“ Chance: „Jetzt wollen wir auch den letzten Schritt bis ins Endspiel gehen. Unser Ziel ist der Titel.“

Halbfinale wird im Pokalsystem ausgetragen

Das Halbfinale um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft wird im Pokalsystem mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Besteht nach Austragung des Hin- und Rückspiels Punktgleichheit, so entscheidet die Tordifferenz. Steht auch hiernach kein Sieger fest, so wird dieser im Anschluss an das Rückspiel ohne Verlängerung durch Elfmeterschießen ermittelt. Das bedeutet: Die aus dem Europapokal bekannte Auswärtstor-Regelung kommt in diesem Fall nicht zur Anwendung.

Endet das Finale am Sonntag, 27. Mai (ab 16 Uhr, live bei Sport1), nach Ablauf der regulären Spielzeit mit einem Unentschieden, so erfolgt eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten. Steht auch nach der Verlängerung kein Sieger fest, wird die Entscheidung durch Elfmeterschießen herbeigeführt.

Der Gewinner des Halbfinalduells zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Schalke 04 hat im Endspiel Heimrecht. Gespielt wird in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim oder im Stadion Niederrhein in Oberhausen.

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