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Borussia Dortmund: „Teddy“ de Beer hört auf

54-Jähriger sucht eine neue Herausforderung jenseits der Trainerbank.

Beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund geht mit Wolfgang de Beer (Foto), den alle nur „Teddy“ rufen, eine Ära zu Ende. Der Publikumsliebling sucht nach 32 Jahren bei Borussia Dortmund, davon 17 als Torwarttrainer, eine neue Herausforderung jenseits der Trainerbank.

Obwohl der 54-Jährige für viele ein Inbegriff des vereinstreuen Dortmunders ist, lebt er mit seiner Familie in seiner Geburtsstadt Dinslaken. „Dort bin ich zu Hause, dort habe ich meine Freunde, und dort bin ich immer Mensch geblieben“, erklärte de Beer einmal, der mit dem BVB 1989 beim Pokalsieg in Berlin seinen Karriere­Höhepunkt erlebte.

Er zählte zum Spielerkader, der 1997 die UEFA Champions League und den Weltpokal gewann sowie 1995 und 1996 die Deutsche Meisterschaft. In seine 17-jährige Amtszeit als Torwarttrainer fallen drei weitere Deutsche Meisterschaften (2002, 2011, 2012) und zwei DFB-Pokalsiege (2012 und 2017). Unter der Anleitung de Beers wurde Roman Weidenfeller Nationalspieler – und Weltmeister.

„Wir sind Teddy zu großem Dank verpflichtet und lassen ihn nur mit einer dicken Träne im Auge in den verdienten Trainer-Ruhestand gehen. Er ist und bleibt ein großes Stück BVB und hat seinen festen Platz in der Historie unseres Klubs“, betonen Hans-Joachim Watzke (Vorsitzender der Geschäftsführung) und Michael Zorc (Sportdirektor).

„Teddy“ begann seine Laufbahn beim Dinslakener Vorortverein TV Jahn Hiesfeld. Von dort wechselte er zum MSV Duisburg, für den er am 22. Mai 1982 als A-Jugendlicher sein erstes Bundesligaspiel bestritt. 1986 kam der damals 22-Jährige zu Borussia Dortmund, wo er als Nummer zwei hinter Rolf Meyer vorgesehen war. Doch noch vor dem ersten Punktspiel verletzte sich Meyer, und so kam die große Chance für de Beer. Trainer Reinhard Saftig vertraute dem jungen Mann und wurde belohnt.

Auch dank der starken Leistungen de Beers erreichte der BVB, der im Jahr zuvor erst über die Relegation den Klassenerhalt geschafft hatte, die Teilnahme am UEFA-Pokal. De Beer war ein reaktionsschneller Torhüter, auf der Linie wie in der Strafraumbeherrschung gleichermaßen stark und ein großer Rückhalt auf dem Weg zum Gewinn des DFB-Pokals 1989.

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