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KFC Uerdingen: Relegationsspiel in Mannheim abgebrochen

Spielwertung eine Angelegenheit für das DFB-Sportgericht.
Das Playoff-Rückspiel um den Aufstieg in die 3. Liga zwischen dem SV Waldhof Mannheim, Tabellenzweiter aus der Regionalliga Südwest, und dem West-Meister KFC Uerdingen 05 wurde beim Stand von 1:2 (1:2) in der 82. Minute von Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) zunächst unter- und schließlich abgebrochen. Grund: Immer wieder war im Mannheimer Zuschauerbereich Pyrotechnik gezündet worden, darunter auch Rauchbomben und Böller. Es wurden auch Gegenstände angezündet. Außerdem flogen zahlreiche Leuchtraketen auf den Platz, die ein reguläres Spielende unmöglich machten.

Nun muss das DFB-Sportgericht über die Spielwertung entscheiden. Der ehemalige Bundesligist KFC Uerdingen 05, der schon das Hinspiel in Duisburg 1:0 (0:0) gewonnen hatte, wäre für den Fall des Aufstiegs der erste Neuling, der über die Aufstiegsspiele den direkten Durchmarsch in die 3. Liga schafft. Für die Mannheimer wäre es bereits der dritte vergebliche Anlauf in Folge, sich in der Aufstiegsrunde durchzusetzen.

Vor 24.263 Zuschauern im ausverkauften Mannheimer Carl-Benz-Stadion hatten Connor Krempicki (29.) und Tanju Öztürk (39.) die Gäste aus Krefeld mit ihren Toren auf Aufstiegskurs gebracht. Patrick Mayer (32.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich.

Waldhof-Trainer Trares: „Nicht zu entschuldigen“

„Die Fans haben uns lange Zeit vorbildlich unterstützt. Aber dieses Verhalten einiger weniger Zuschauer ist nicht zu entschuldigen“, sagte Waldhof-Trainer Bernhard Trares nach den Ausschreitungen und dem vorzeitigen Spielende. „Wir hätten Mannheim gerne den Aufstieg geschenkt. Aber unter dem Strich war Uerdingen in den beiden Spielen das cleverere Team.“

Sein KFC-Trainerkollege Stefan Krämer meinte: „Wenn wir aufsteigen, dann haben wir uns das sportlich absolut verdient. Von den 14 Spielen unter meiner Regie haben wir 13 gewonnen. Das ist eine phänomenale Leistung.“

Mannheim ohne erkrankten Kapitän Hassan Amin

Beide Mannschaften hatten recht nervös und hektisch begonnen, leisteten sich immer wieder Abspielfehler. Die Uerdinger, bei denen Trainer Krämer im Vergleich zum Hinspiel Dennis Chessa (für Jan Holldack) und Johannes Dörfler (für Lucas Musculus) von Beginn an aufgeboten hatte, kamen durch einen Volleyschuss von Hinspieltorschütze Maximilian Beister aus rund 25 Metern zur ersten Tormöglichkeit.

Beim SV Waldhof musste der etatmäßige Kapitän Hassan Amin (wechselt zum Drittligisten SV Meppen) krankheitsbedingt passen. Außerdem nahmen Maurice Deville und Nicolas Hebisch zunächst auf der Bank Platz. Dafür gehörten Linksverteidiger Mete Celik (für Amin), Offensivspieler Jannik Sommer (für Deville) und Mittelstürmer Patrick Mayer (für Hebisch) zur Startformation von Bernhard Trares.

Krempicki und Öztürk treffen für KFC Uerdingen

Nach einer knappen halben Stunde legte der KFC vor. Nach Vorarbeit von Christian Dorda und Dennis Chessa über die linke Seite war Connor Krempicki zur Stelle und traf zum 0:1 (29.). Die Gastgeber schlugen aber schnell zurück. Ein Freistoß des auffälligen Dorian Diring prallte an die Unterkante der Latte. Im Nachsetzen markierte Patrick Mayer (32.) den Ausgleich – und erzielte damit zumindest das erste Mannheimer Tor im sechsten Aufstiegsspiel seit 2016.

Nur wenig später hatte Gian-Luca Korte sogar die Führung für Waldhof auf dem Fuß, scheiterte jedoch am Pfosten. Fast im Gegenzug schlugen aber die Gäste erneut zu: Aus knapp 20 Metern schlenzte Tanju Öztürk (39.) die Kugel unhaltbar zum 1:2 ins rechte Eck.

Zuschauerausschreitungen auf beiden Seiten

In der zweiten Halbzeit konnten sich die Uerdinger vor allem auf ihre stabile Defensive um Kapitän Mario Erb verlassen. Der SV Waldhof rannte zwar an, fand aber kein Mittel, um die Krefelder ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Den Frust über das drohende Scheitern – Mannheim hätte für den Aufstieg noch drei Tore schießen müssen – nahmen dann offenbar einige Chaoten zum Anlass, um durch ihre Pyro-Aktionen den Spielabbruch zu provozieren und zu verursachen. Schon während der ersten Halbzeit war es zu einigen Zuschauerausschreitungen gekommen, dabei allerdings vornehmlich im Bereich der Gästeanhänger.

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