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Kölner Koschinat: Stets wachsam und selbstkritisch

46-jähriger Trainer von Drittligist Fortuna Köln im DFB.de-Interview.
Trainer Uwe Koschinat (Foto) geht mit dem Drittligisten Fortuna Köln in seine mittlerweile achte Saison. Unter der Regie des 46-Jährigen war der langjährige Zweitligist 2014 in die 3. Liga aufgestiegen und etablierte sich dort. Die letzte Spielzeit schlossen die Kölner auf Rang acht ab und brachten damit erstmals einen einstelligen Tabellenplatz unter Dach und Fach. Phasenweise sah es sogar danach aus, als könne die Fortuna ganz oben angreifen. Zur neuen Saison muss Koschinat nun einige seiner bisherigen Leistungsträger ersetzen.

Im DFB.de-Drittligainterview der Woche spricht Uwe Koschinat mit MSPW-Redakteur Thomas Palapies-Ziehn über die Sommerpause, den Abgang von wichtigen Spielern und seine lange Zeit im Amt.

DFB.de: In der letzten Saison spielte die Fortuna lange um den Aufstieg mit, musste im letzten Drittel aber abreißen lassen. Wie haben Sie die Spielzeit aufgearbeitet und welche Schlüsse haben Sie gezogen?

Koschinat: Es gibt zwei Sichtweisen. Analysiert man die Saison vom Ende aus, hat sie einen negativen Touch. Wir wollten ganz oben angreifen und uns für den DFB-Pokal qualifizieren. Beides hat nicht geklappt. Analysiert man die Spielzeit aber vom Start weg, sieht die ganze Sache schon wieder anders aus. Viele hatten uns im vergangenen Sommer als knallharten Abstiegskandidaten gesehen. Das waren wir nie. Im Gegenteil: Phasenweise konnten wir mit den Schwergewichten der Liga mithalten.

DFB.de: Wie sieht die Marschrichtung für die neue Saison aus?

Koschinat: Die letzte Spielzeit war für uns recht ruhig. Ich hätte nichts gegen eine Wiederholung, denn durch die starken Auf- und Absteiger wird es sicher die sportlich schärfste 3. Liga seit ihrem Bestehen. Hinzu kommt, dass es erstmals vier Absteiger gibt. Wir wollen uns möglichst ab dem ersten Spieltag von unten fernhalten und die sportliche Entwicklung vorantreiben. In der Abschlusstabelle der Saison 2017/2018 standen 54 Punkte zu Buche. Auch daran wollen wir uns messen lassen.

DFB.de: Der Tempofußball zeichnete die Fortuna zuletzt aus. Wird sich daran etwas ändern?

Koschinat: Die Analyse hat gezeigt, dass uns auf der Zielgeraden der Sprit ausgegangen ist. Das hatte auf der einen Seite psychologische Gründe. Wir hatten uns gerade neue Ziele gesteckt, da haben uns nicht einkalkulierte Niederlagen weit zurückgeworfen. Auf der anderen Seite konnten wir die Last auf zu wenige Schultern verteilen. Das wollen wir ändern und dahinkommen, dass wir auch von der Bank noch starke Alternativen bringen können. Teilweise hatte uns in der vergangenen Saison noch die Reife gefehlt, um einen Zwei-Tore-Vorsprung in der Schlussphase einfach einmal zu verwalten. Auch daran werden wir feilen.

DFB.de: Sie sind schon seit 2011 Trainer der Fortuna. Können Sie sich vorstellen, in die Fußstapfen eines Volker Finke zu treten, der 16 Jahre beim SC Freiburg war?

Koschinat: In meinem täglichen Leben spielt das keine Rolle. Es ist nicht mein Ziel, irgendjemanden zu übertrumpfen oder als Rekordhalter in die Geschichtsbücher einzugehen. Ich möchte Tag für Tag mein Bestes für den Verein geben. Der großen Verantwortung bin ich mir stets bewusst. Ein Abstieg würde die Fortuna weit zurückwerfen. Deshalb gilt es, stets wachsam und auch selbstkritisch zu sein.

Das komplette Interview finden Sie auf DFB.de.

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