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Lukas Raeder: „Perfekter Zeitpunkt für Rückkehr“

24-jähriger Torhüter will mit Rot-Weiss Essen hoch hinaus.


2014 holte Lukas Raeder (Foto) mit dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München das Double, später spielte er in Portugal für den Erstligisten Vitoria Setubal und in England für den Drittligisten Bradford City. Jetzt ist der 24 Jahre alte Torwart, der als U 19-Spieler Deutscher A-Junioren-Meister mit dem FC Schalke 04 wurde, zurück bei seinem Heimatverein Rot-Weiss Essen in der Regionalliga West. Bei RWE wird Raeder sofort zum Saisonstart am 28. Juli beim SV Rödinghausen gebraucht, weil die anderen beiden Torhüter Robin Heller und Marcel Lenz verletzungsbedingt die Vorbereitung nicht mitmachen konnten.

Im Interview mit FUSSBALL.DE spricht Lukas Raeder über seine Zeit im Ausland, die Gründe für die Rückkehr zu RWE, die Vorfreude auf die große Kulisse im Stadion an der Hafenstraße und den Austausch mit Welttorhüter Manuel Neuer bei Bayern München.

FUSSBALL.DE: Nach Stationen beim FC Bayern München, in Portugal und in England sind Sie nun zurück in Ihrer Geburtsstadt bei Rot-Weiss Essen. Wie kam es zur Rückkehr, Herr Raeder? Lukas Raeder: Der Kontakt zum Verein war seit meiner Zeit in der Jugend nie abgerissen. Schon im vergangenen Sommer hatte ich bei RWE mittrainiert, um fit zu bleiben. Durch die Verletzungen der beiden Torhüter Robin Heller und Marcel Lenz benötigte der Klub nun einen neuen Torwart. Es war also der perfekte Zeitpunkt für die Rückkehr in meine Heimat.

Von der 1. Liga in Portugal ging es 2017 in die 3. englische Liga und nun in die 4. Liga in Deutschland. Ist das nicht ein Rückschritt in Ihrer Karriere? Raeder: Nein, überhaupt nicht. Sicherlich stand ich in Portugal und England bei Teams aus höheren Ligen unter Vertrag. Allerdings kam ich leider nicht so oft zum Zug, wie ich es mir gewünscht hätte. Bei RWE erhoffe ich mir jetzt deutlich mehr Einsätze. Und wenn ich wieder häufiger spiele, kann ich mich auch besser weiterentwickeln als bei meinen vorherigen Stationen.

Warum konnten Sie sich bei Vitoria Setubal oder Bradford City letztendlich nicht durchsetzen? Raeder: Das hatte verschiedene Gründe. In Setubal gab es einige Trainerwechsel. Während der eine Coach auf mich gesetzt hatte und ich zu meinen Spielen kam, hat der nächste Trainer mit einem anderen Torhüter geplant. Wenn du dann Ersatztorwart bist und es sportlich für die Mannschaft gut läuft, ist es schwer, wieder in die erste Elf zu kommen. Bei Bradford City bin ich erst zur Mannschaft gestoßen, als schon vier Spieltage absolviert waren. Ich brauchte logischerweise einige Zeit, um mich zurechtzufinden und bekam leider kaum eine Chance, um mich zu beweisen.

Dennoch: Nicht viele können von sich behaupten, mit dem FC Bayern München Weltpokalsieger, Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger geworden zu sein und schon so früh in ihrer Karriere in Portugal und England gespielt zu haben. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Verlauf Ihrer Laufbahn? Raeder: Ich bin insgesamt definitiv nicht unzufrieden. Durch den Fußball durfte ich bereits viel erleben – auch abseits des Platzes. Vor allem während meiner Zeit in München habe ich viel dazugelernt. Ich habe bei den Profis mittrainiert und kam viel mit Welttorhüter Manuel Neuer in Kontakt. Er ist ein sehr offener Mensch und hat sich immer Zeit für meine Fragen genommen. Dass ich später in Portugal und England weniger gespielt habe, stört mich aber natürlich trotzdem. Das hatte ich mir anders vorgestellt.

Wenn Sie die Möglichkeit hätten, die Zeit ein paar Jahre zurückzudrehen: Würden Sie sich dann erneut für einen Wechsel ins Ausland entscheiden? Raeder: Ja, das würde ich. Ich bin kein Freund davon, mir Gedanken über etwas zu machen, das ich ohnehin nicht mehr ändern kann. Es waren aber im Moment der Vertragsunterschrift immer die richtigen Entscheidungen. Ich hatte bei jedem Karriereschritt ein gutes Gefühl und würde alles wieder genauso machen. Dass es nicht immer so läuft, wie man es sich wünscht, kann man ja vorher nicht wissen.

Das ganze Interview lesen Sie auf FUSSBALL.DE

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