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SV Rödinghausen: „Ein Spiel aus dem Drehbuch“

West-Regionalligist holt gegen Dynamo Dresden zweimal Rückstand auf.
Der SV Rödinghausen fügt dem ohnehin schon größten Erfolg der Vereinsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzu. Der West-Regionalligist hat gleich bei seiner ersten Teilnahme am DFB-Pokal durch ein 3:2 nach Verlängerung gegen Zweitligist Dynamo Dresden die zweite Runde erreicht. „Joker“ Maximilian Hippe traf in der Nachspielzeit der Verlängerung (120.+3).

Zur Erinnerung: Vor neun Jahren gingen die Ostwestfalen aus dem Kreis Herford noch in der Kreisliga A an den Start. Seit dem Engagement von Horst Finkemeier, dem langjährigen Chef von Deutschlands zweitgrößtem Küchen-Hersteller mit einem Umsatz in dreistelliger Millionen-Höhe, geht es für den Verein aus dem 10.000 Einwohner-Ort steil bergauf. Nach fünf Aufstiegen in Folge später kam der SVR 2014 in der vierthöchsten Spielklasse an, mischt dort jetzt in der Spitzengruppe mit – und sorgt im DFB-Pokal für Furore.

Rund 50 Kilometer westlich von Rödinghausen – der Verein musste aus Sicherheits- und Kapazitätsgründen in das Stadion des Drittligisten Sportfreunde Lotte ausweichen – kam mit dem Pokalcoup vorläufige Höhepunkt. „Dass wir zweimal einen Rückstand aufgeholt und dann auch noch in letzter Sekunde den Siegtreffer erzielt haben, ist wie im Drehbuch. Einfach genial“, so Rödinghausens Geschäftsführer Alexander Müller (Foto) gegenüber dem kicker und MSPW.

„Das 2:2 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hat bei den Jungs etwas geweckt. Danach wussten sie, dass wirklich etwas geht“, meinte Neu-Trainer Enrico Maaßen, mit dem der SVR in Pflichtspielen noch ungeschlagen ist (drei Siege, ein Remis).

Rödinghausen darf sich nun auf eine weitere Partie gegen einen klassenhöheren Verein und Zusatzeinnahmen von mehr als 300.000 Euro freuen. „Das Geld ist eine schöne Sache. Wir müssen es aber nicht schon direkt ausgeben“, so Alexander Müller. „Nachdem unser Linksverteidiger Kevin Harder einen Kreuzbandriss erlitten hat, schauen wir uns allerdings auf seiner Position nach Alternativen um. Das fällt jetzt um einiges leichter.“

Übrigens: Um auch in der kommenden Saison im DFB-Pokal vertreten zu sein, hat der SV Rödinghausen gleich zwei Chancen: Entweder als bester westfälischer Vertreter der Regionalliga West (wie diesmal) oder als Gewinner des Verbandspokals. Kurios: Dort empfängt der SVR am Mittwoch (ab 18.30 Uhr) in der ersten Runde ausgerechnet die Sportfreunde Lotte.

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