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Galopp Mülheim: Wöhlers Revelstoke rennt allen davon

15:10-Favorit gewinnt Zweijährigen-Prüfung zum Auftakt am Raffelberg.
Der Andrang bei der Siegerehrung für den von Andreas Wöhler (Gütersloh) trainierten Hengst Revelstoke (Foto) nach dem Auftaktrennen beim Saisonfinale am Samstag auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg war ungewöhnlich groß. Die Inhaber des Mülheimer Gasthauses „Rathsstuben“, das in diesem Jahr sein 50. Jubiläum feiert und als Unterstützer für das mit 5.100 Euro dotierte Zweijährigen-Rennen auftrat, hatten zahlreiche Freunde und Verwandte mitgebracht – fast alle im passenden „Rathsstuben“-Shirt. Sie sorgten im Winner-Circle für prächtige Stimmung.

Glänzend war die Laune auch beim siegreichen Jockey. Der viermalige Champion Eduardo Pedroza (Gütersloh) strahlte nach dem zweiten Karriere-Auftritt von Revelstoke über das ganze Gesicht. „Das war die Entschädigung für den vierten Platz in Iffezheim Anfang des Monats. Wir waren eigentlich schon dort guter Dinge, doch irgendwie passte es noch nicht. Revelstoke war wohl beeindruckt von der Atmosphäre und auch die Bodenverhältnisse waren für ihn nicht optimal“, so Wöhler-Stalljockey Pedroza. „Jetzt in Mülheim musste ich zwar auch immer wachsam sein, damit Revelstoke nicht den Fokus verliert. Doch es war schon viel besser als beim ersten Mal.“

Als 15:10-Favorit hatte Revelstoke das Raffelberger Auftaktrennen über 1.300 Meter mit insgesamt vier Zweijährigen in Angriff genommen. Leicht mit eindreiviertel Längen setzte sich der Hengst aus dem Besitz einer australischen Besitzergemeinschaft gegen die Lokalmatadorin Linaria durch. Die Stute wird in Mülheim von Jens Hirschberger für das Gestüt Auenquelle von Mülheims Präsidiumsmitglied Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter Michael Endres (Duisburg/Präsident des Düsseldorfer Galopprennvereins) trainiert. Jockey war Maxim Pecheur (Lohmar). Linaria hatte lange Zeit in Führung gelegen, musste sich im Endspurt aber Revelstoke geschlagen geben.

Die Plätze drei und vier gingen an Wind (25:10, Trainer: Markus Klug/Köln-Heumar) und Winaah (86:10, Waldemar Hickst/Köln).

Erfolgstrainer Andreas Wöhler konnte beim Sieg von Revelstoke nicht selbst vor Ort sein, weil er sich um das heimische Gestüt kümmern musste. Ehefrau Susanne vertrat ihn und informierte ihren Mann per Handy. „Bei seinem Auftritt in Iffezheim hatte Revelstoke fast ständig nur nach links und rechts geschaut, sich dadurch ablenken lassen“, erinnert sich Susanne Wöhler. „Das war nun schon deutlich besser. Wir schauen jetzt, wie er das Rennen verkraftet hat und richten unsere weiteren Planungen danach aus.“

Stute Axana sorgt am Raffelberg für hohe Quoten

Nach Rang zwei zum Auftakt durfte der Mülheimer Lokalmatador Jens Hirschberger nur wenig später im Rahmen des großen Renntages der Dortmunder RP-Gruppe am Raffelberg über einen vollen Erfolg und damit über einen Treffer auf der Heimatbahn jubeln. Die von ihm trainierte zweijährige Astana gewann unter Jockey Miguel Lopez (Düsseldorf) die zweite Tagesprüfung zum Totokurs von 150:10. Die Außenseiterin war den sechs Konkurrentinnen in dieser Prüfung über die 1.500-Meter-Distanz schnell enteilt, führte unterwegs mit fünf, sechs Längen Vorsprung und war danach nicht mehr einzuholen.

Die Überraschung über den Triumph der Außenseiterin hielt sich bei Jens Hirschberger in Grenzen. „Sie hatte sich im Training durchaus angeboten“, so der erfahrene Trainer. „Und sie hat mich nicht enttäuscht.“

Eineinhalb Längen hinter Axana kam der Hengst King (57:10), trainiert vom Niederländer Christian Johannes Maria Wolters (Boxmeer) auf den zweiten Platz. Dritter wurde Purple Light (82:10) aus dem Kölner Trainingsquartier von Peter Schiergen. Die Zweierwette zahlte auf diesen Einlauf beachtliche 1.487 Euro auf Basis von zehn Euro Einsatz, die Dreierwette 6.831 Euro.

Foto-Quelle: Marc Rühl

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