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Mitgliederversammlung: VfL Bochum macht 1,6 Mio. Euro Minus

Für neue Saison plant ausgegliederte Kapitalgesellschaft jedoch mit Gewinn.
Die ausgegliederte Kapitalgesellschaft des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum (KGaA) hat die Saison 2017/18 mit einem Fehlbetrag von knapp 1,6 Millionen Euro abgeschlossen. Für die aktuelle Spielzeit wird allerdings mit einem Gewinn von ca. 390.000 Euro geplant. Das gab der Verein auf seiner Mitgliederversammlung bekannt.

Bei den wirtschaftlichen Kennzahlen der Blau-Weißen muss ab sofort zwischen denen des „VfL Fußballgemeinschaft e.V.“ und der „VfL Bochum 1848 GmbH & Co. KGaA“ unterschieden werden. Der gemeinnützige e.V. erzielte in 2017/18 einen Jahresüberschuss in Höhe von 17.000 Euro.

Bei den Transfererlösen der vergangenen Saison hatte der VfL mit 3,6 Millionen Einnahmen erneut ein lukratives Jahr zu verzeichnen. Die TV-Gelder stiegen 2017/18 erwartungsgemäß auf 10,6 Millionen Euro an. Die gute Endplatzierung (Rang sechs) lässt für die Saison 2018/19 Einnahmen von ca. 14 Millionen Euro erwarten. Der Spieleretat bewegte sich 2017/18 auf dem Niveau von über 11 Millionen Euro, in dieser Saison rechnet die Geschäftsführung mit einem Spieleretat auf Vorjahresbasis.

Weiterhin auffällig und positiv: Die Nettofinanzverbindlichkeiten konnten 2017/18 weiter auf 2,6 Millionen Euro reduziert werden. Im Geschäftsfeld „Vermarktung“ konnte der VfL ein deutliches Umsatzplus erzielen, gegenüber den kalkulierten 10,5 Millionen Euro standen am 30.06.2018 rund 11,8 Millionen Euro. Die 11-Millionen-Marke wird in den Planungen für die laufende Saison 2018/19 angepeilt, wobei sich der neue Hauptsponsor auf dem Niveau des Vorgängers bewegt.

Besonders erfreulich verlief die Entwicklung im Bereich der Dauerkarten. Hier konnte der VfL erstmals in seiner Zweitligageschichte die 6.000er-Marke knacken und nähert sich somit den Verkaufszahlen zu Bundesligazeiten. Der Zuschauerschnitt lag 2017/18 bei 16.568 Fans, für die laufende Spielzeit wird mit einem Schnitt von 16.500 kalkuliert.

„Der VfL Bochum muss sich seine Bodenständigkeit und die Nähe zu den Fans bewahren. Wir sehen den Fußball als Volkssport und Kulturgut und müssen Bedingungen schaffen für den sportlichen Erfolg. Unser Credo muss lauten: Wir müssen die einfachen Dinge gut machen, nur dann haben wir eine Chance“, sagt Ilja Kaenzig, Sprecher der VfL-Geschäftsführung.

Das im Zuge der Ausgliederung neu gewählte und gebildete Präsidium (hervorgegangen aus dem vorherigen Aufsichtsrat) um den Vorstandsvorsitzenden Hans-Peter Villis wurde ebenso wie der vorherige Vorstand (Wilken Engelbracht, Christian Hochstätter) als auch deren Vorstandsnachfolger Ilja Kaenzig und Sebastian Schindzielorz (inzwischen Geschäftsführer) seitens der Mitglieder entlastet. Außerdem wurde das bislang kooptierte Präsidiumsmitglied Franz-Josef „Jupp“ Tenhagen von der Versammlung mit großer Mehrheit nachträglich ins Präsidium gewählt.

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