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Idol Horst Hrubesch wünscht sich RWE-Aufstieg

Trainer der Frauen-Nationalmannschaft kehrt zur Hafenstraße zurück.


Das erste Länderspiel der Frauen-Nationalmannschaft nach der erfolgreichen WM-Qualifikation ist für Trainer Horst Hrubesch (Foto) ein ganz besonderes Duell. Wenn die DFB-Auswahl am Samstag, 14 Uhr, im Stadion Essen auf Österreich trifft, dann ist das auch für Hrubesch die Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte. Das Spiel an der Hafenstraße hat für den 67-Jährigen einen außergewöhnlichen Hintergrund, da er seine Karriere als Profifußballer einst bei Rot-Weiss Essen startete.

„Für mich ist es immer etwas Besonderes, nach Essen zurückzukehren“, sagt der Europameister von 1980. „Ich freue mich sehr, dass wir hier mit den DFB-Frauen zu Gast sind und unsere Vorbereitung auf die WM 2019 dort beginnt.“Für mich ist es immer etwas Besonderes, nach Essen zurückzukehren“, sagt der Europameister von 1980. „Ich freue mich sehr, dass wir hier mit den DFB-Frauen zu Gast sind und unsere Vorbereitung auf die WM 2019 dort beginnt.“

Da die künftige Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg mit der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft noch in den Playoffs um das letzte europäische WM-Ticket kämpft, bleibt Horst Hrubesch auch bei diesem Länderspiel Cheftrainer der DFB-Frauen. Das ehemalige „Kopfballungeheuer“ äußert sich im Interview.

Welche Erinnerungen weckt eine Rückkehr an die Hafenstraße bei Ihnen?
An Essen und RWE habe ich nur absolut positive Erinnerungen, auch was die Zuschauer angeht, die Menschen hier. Es war eine tolle Zeit, die ich erleben durfte. Hier hat meine Karriere begonnen, hier konnte ich im ersten Jahr gleich 18 Tore schießen. Dass wir dann in der zweiten Saison abgestiegen sind, hängt mir heute noch nach. Wobei wir es ja fast geschafft hätten, direkt wieder aufzusteigen. Es war einfach riesig. Ich werde Essen immer dankbar sein, dass ich hier meine Karriere starten konnte.

Welche Bedeutung hatte RWE für Sie und Ihre Karriere?
RWE ist ein echter Traditionsverein. Hier haben viele große Fußballer gespielt, ob nun Helmut Rahn, August Gottschalk oder Willi Lippens. Ich hatte das Glück, mit Dieter Bast, Willi Lippens oder Nobby Fürhoff zu spielen…es waren so viele. Das sind Erinnerungen, die vergisst du nicht. Auf der anderen Seite habe ich die ganzen Jahre gehofft, dass RWE auch wieder aufsteigt und zurück in den bezahlten Fußball kommt.

Verfolgen Sie Rot-Weiss Essen noch aus der Ferne? Haben Sie noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern?
Den einen oder anderen triffst du immer wieder. Dieter Bast kommt am Samstag zum Spiel. Otto Rehhagel war am Montag hier im Hotel, den habe ich auch eingeladen. Mit Willi Lippens habe ich hin und wieder mal Kontakt. Essen ist einfach sensationell, was das Publikum angeht. Am letzten Wochenende waren 10.000 Zuschauer gegen Alemannia Aachen im Stadion, das ist klasse. Ich hoffe, dass die Fans auch uns am Samstag unterstützen werden und dann gleich den ganzen Fanclub mitbringen. Das hätten die Mädels auch verdient.

Was wünschen Sie Ihrem ehemaligen Verein Rot-Weiss Essen für die Zukunft?
Dass sie eine gute Mischung finden innerhalb ihrer Mannschaft und es schaffen, wieder in Richtung 2. Bundesliga zu gehen. Essen ist eine Stadt, die den Fußball in dieser Form braucht. Wie wir früher immer gesagt haben: An der B 1 sind alle guten Vereine – Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum, Oberhausen, Dortmund – das waren immer Highlights und tolle Spiele. Und das ist das, was ich den Essener Zuschauern wünsche.

Mittlerweile sind Sie Trainer der Frauen-Nationalmannschaft und haben die WM-Qualifikation erfolgreich bestritten. Welche Bedeutung hat das Testspiel gegen Österreich für Ihre Mannschaft?
Für uns ist das der Start in die WM- Vorbereitung, dieses Spiel am Samstag gegen Österreich und dann die beiden Partien gegen Italien und Spanien im November. Den Mädels muss eines klar sein: Es sind zwar Freundschaftsspiele, aber Ausruhen gibt es nicht – und das wird auch nicht passieren. Denn ab jetzt geht es um die Plätze für die Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich. Wir haben jetzt eine gute Zeit, in der wir uns auf die Spiele vorbereiten, in der wir testen und probieren können. Es geht auch für jede Einzelne darum zu zeigen, dass sie zur WM will und bereit ist, alles dafür zu tun.

Der Job als Trainer der Frauen-Nationalmannschaft soll ihr letzter sein, bevor es in Rente geht. Können Sie sich nach fast einem halben Jahrhundert voller Fußball überhaupt ein „Rentnerdasein“ vorstellen? Und wie werden Sie die gewonnene Freizeit verbringen?
Mein Vertrag läuft am 31. Dezember aus – ich habe danach keine Verpflichtungen mehr. Für mich kam der Punkt, an dem ich gesagt habe, dass es jetzt die jüngeren Leute machen müssen. Im nächsten Jahr bin ich erstmal vom 2. Februar bis 12. April in Neuseeland im Urlaub. Und dann wird man sehen.

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