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Galopp Hannover: Wöhler-Stute gewinnt 55.000-Euro-Rennen

Zwei Schützlinge von Henk Grewe auf den Plätzen zwei und drei.
Es war kein Tag der Favoriten am Sonntag vor 4.100 Zuschauern auf der Galopprennbahn in Hannover: So musste sich die 24:10-Favoritin Amorella aus dem Trainingsquartier von Markus Klug in dem mit 55.000 Euro dotierten „Großen Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung Gestüt Röttgen“ mit Rang vier begnügen.

Es siegte die von Andreas Wöhler in Gütersloh für Jaber Abdullah (Dubai) trainierte dreijährige Stute Sand Zabeel (48:10) mit Jockey Bauyrzhan Murzabayef vor den beiden von Henk Grewe (Foto) in Köln betreuten Taraja (91:10) und Abadan (144:10). „Sand Zabeel hatte sich im Preis der Diana weh getan. Deshalb ist sie lange nicht gelaufen. Wir hatten sie damals nicht ohne Hoffnung nachgenannt. Sie bleibt im kommenden Jahr in Training“, so Andreas Wöhler.

„Großer Soldier Hollow Preis“ war der Renntitel einer Prüfung für zweijährige Stuten über 1.400 Meter. Mit 14 Starterinnen war dieses Rennen für den jüngsten Jahrgang schwer zu durchschauen. Nach einem offensiven Ritt von Jockey Miguel Lopez hieß die Siegerin überraschend Axana (114:10) – und stammt von dem im Renntitel gewürdigten Deckhengst Soldier Hollow. Die von Jens Hirschberger (Mülheim) trainierte Lady galt als eine chancenreiche Außenseiterin. Sie ließ die Engländerin Feel Glorious und die an der Außenseite noch besser aufkommende Diajaka sicher hinter sich. Die recht eindeutig favorisierte Bint Samraan (23:10) kam nur auf dem letzten Platz ein.

Im „Großen Preis der Stiftung Gestüt Fährhof“ starteten dreijährige und ältere Pferde über 1.600 Meter. Hier war der fünfjährige Wallach Wonnemond (17:10), der von Sascha Smrczek in Düsseldorf vorbereitet wird, der klare Favorit. Für ihn reichte es am Ende „nur“ zum zweiten Platz, nachdem er bereits früh von seinem Reiter unterstützt werden musste. Die Siegerin überraschte. Die Rede ist von Armance (174:10) aus dem Stall von Stefan Richter in Dresden, die mit Martin Seidl (Köln) im Sattel mit viel Kampfgeist gewann. Auf den dritten Platz raufte sich mit Melodino ein noch größerer Außenseiter.

Der „Große Preis der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen“ wurde kurzfristig in das Programm aufgenommen. In diesem ebenfalls mit 25.000 Euro dotierten Rennen ging es über 1.400 Meter. Cherry Lady gewann diesen Sprint und sorgte für den zweiten Tageserfolg von Trainer Peter Schiergen (Köln), von Jockey Andrasch Starke (Langenfeld) und auch vom Gestüt Brümmerhof des hannoverschen Rennvereinspräsidenten Gregor Baum.

Das „Adlerflug-Rennen“, eine mit 22.500 Euro dotierte Prüfung über 2000 Meter, rundete das hochklassige Rennprogramm auf der Neuen Bult ab. Der Dresdner Gast Fort Good Hope gewann diese Prüfung locker. Als es in die Zielgerade ging, zog er am einstigen Derbyfavoriten Boscaccio vorbei und hatte das Rennen in der Tasche. Um Platz zwei stritten sich Northern Rock und Rose Duchesse. Trainer des Siegers ist ebenfalls Stefan Richter. Es ritt erneut Martin Seidl.

Ein weiterer doppelt erfolgreicher Aktiver neben Peter Schiergen, Andrasch Starke, Stefan Richter und Martin Seidl war Jockey Maxim Pecheur (Lohmar). Er überraschte mit Oriana im Preis des Gestüts Etzean und mit Mind Juggler im Preis des Gestüts Ohlerweiherhof.

Der Umsatz lag bei 269.849 Euro, dem besten Neue Bult-Umsatz seit mindestens drei Jahren. Die Saison 2019 in Hannover beginnt voraussichtlich am Ostermontag, 22. April. Es soll zehn Renntage geben.

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