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RWO trauert um Torschützenkönig Lothar Kobluhn

Vereinslegende der „Kleeblätter“ verstarb im Alter von 75 Jahren.
Der Traditionsklub Rot-Weiß Oberhausen aus der Regionalliga West trauert um seine Vereinslegende Lothar Kobluhn (Foto). Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig, der von 1963 bis 1974 für die „Kleeblätter“ am Ball war, verstarb im Alter von 75 Jahren.

Der gebürtige Oberhausener kam vom benachbarten BV Osterfeld zu den Rot-Weißen. Dort spielte er sich elf Jahre lang in die Herzen der RWO-Anhänger, ehe er sich der SG Wattenscheid 09 anschloss. In insgesamt 317 Partien erzielte er für Oberhausen 94 Treffer.

Torjägerkanone mit mehr als 36 Jahren „Verspätung“

Bis heute verbinden Fußballfreunde in ganz Deutschland seinen Namen mit einer besonderen Anekdote: In der Saison 1970/71 wurde Lothar Kobluhn als eigentlich defensiver Mittelfeldspieler überraschend mit 24 Treffern Torschützenkönig in der Bundesliga. Er unterbrach damit die Serie von Bayern Münchens Starstürmer Gerd Müller, der von 1969 bis 1970 sowie von 1972 bis 1974 jeweils die meisten Tore in der höchsten Spielklasse erzielte.

Die Torjägerkanone erhielt Kobluhn wegen der Verwicklung von RWO in den Bundesliga-Skandal allerdings zunächst nicht. Erst 36 Jahre später entschied das Sportmagazin „kicker“ Ende Oktober 2007, ihm die Trophäe zukommen zu lassen. Am 12. April 2008 wurde Kobluhn die Trophäe zu seinem 65. Geburtstag überreicht. Er ist bis heute der einzige Torschützenkönig, der auf einer Defensivposition spielte.

Kobluhns älterer Bruder Friedhelm war ebenfalls über viele Jahre für Rot-Weiß Oberhausen am Ball. Er verstarb bereits 2007.

Foto-Quelle: Rot-Weiß Oberhausen

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