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Alemannia Aachen: Fünf Stolpersteine gegen das Vergessen

Ex-Bundesligist setzt sich mit eigener Vereinsgeschichte auseinander.
West-Regionalligist TSV Alemannia Aachen erinnert mit der Ausstellung „Alemannia 1933 bis 1945 – Fußball zwischen Sport und Politik“ an die von den Nazis ermordeten oder ohne Wiederkehr verschleppten TSV-Mitglieder. „Wir möchten mit einem dauerhaft sichtbaren Zeichen dazu beitragen, dass die betroffenen TSV-Mitglieder niemals vergessen werden“, sagt Thomas Wenge, Sprecher der Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fanclubs (Fan-IG), über eine für Mittwoch, 6. Februar, geplante Aktion, die gemeinsam mit der Unterstützung des TSV Alemannia Aachen und der Stadt Aachen initiiert wird.

„Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ist unerlässlich, um Fehlentwicklungen in der Zukunft zu vermeiden“, sagt Alemannia Präsident Dr. Martin Fröhlich. „Wir sind für diese beispielhafte Initiative dankbar und unterstützen sie aus voller Überzeugung. Erinnerung ist Voraussetzung für die Überwindung des Bösen und die Lehren für die Zukunft.“

Der bekannte Kölner Künstler Gunter Demnig wird am 6. Februar nach Aachen kommen, um Stolpersteine in Erinnerung an sechs Alemannia-Mitglieder zu legen, die Opfer der Nationalsozialisten wurden. Die Stolperstein-Verlegung, zu der alle Fans und Mitglieder für 10.30 Uhr in die Thomashofstraße 15 und 17 eingeladen sind, soll nicht die einzige Aktion im Nachgang zur Ausstellung bleiben. So planen die Fan-IG, die Alemannia, die Stadt und die städtische Stadiongesellschaft, dem ehemaligen Spieler Max Salomon, der Opfer des Holocaust wurde, den Weg hinter der Tivoli-Südtribüne zu widmen. Noch im ersten Halbjahr sollen dort zwei Gedenkstraßenschilder und eine Informationstafel aufgestellt werden.

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